Bludenzer dank neuer Förderung für Straßenfeste in Feierlaune

Vorarlberg / 27.03.2019 • 09:30 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Die Durchführung von Straßenfesten wird in Bludenz künftig finanziell unterstützt.Stadt
Die Durchführung von Straßenfesten wird in Bludenz künftig finanziell unterstützt.Stadt

Bezirkshauptstadt fördert Straßenfeste ab sofort mit bis zu 300 Euro.

BLUDENZ Man muss die Feste feiern, wie sie fallen. Das dachen sich wohl auch die Stadtverantwortlichen in Bludenz, als sie sich zu einer Förderung für Straßenfeste in der Alpenstadt durchgerungen haben. Man wolle sich als Stadt der Events und Feste positionieren, heißt es dazu aus dem Rathaus.

Alte Tradition aufleben lassen

Straßen sind mehr als nur der Weg zum nächsten Ziel. Sie sind traditionell ein Ort der Begegnung, wo wir unsere Nachbarn treffen, wo man sich austauscht und neue Bekanntschaften knüpft, heißt es dazu in einer eigens gestalteten Broschüre.

„Straßenfeste hat es bereits in der Vergangenheit gegeben. Mit einer finanziellen Unterstützung wollen wir einen (zusätzlichen) Anreiz schaffen, diese alte Tradition wieder aufleben zu lassen“, begründet Wiebke Meyer vom Bludenzer Stadtmarketing die Einführung dieser neuen Förderung. „Wir wollen damit Wirtschaft und Kultur näher zusammenbringen. Es geht um ein bewusstes Wahrnehmen des Stadtraums und darum, die Gemeinschaft zu stärken, über Generationen und Kulturen hinweg“, fügt Kulturstadtrat Christof Thoma ergänzend an.

Ziel der Initiatoren ist es, weg von der Innenstadt, hinaus in die verschiedenen Bludenzer Ortsteile einen Anreiz zu schaffen, selbst aktiv zu werden. „Es handelt sich hierbei um ein niederschwelliges Angebot. Der Ball liegt bei der Bevölkerung, es anzunehmen“, so Wirtschaftsstadtrat Hans Bandl.

Checkliste als Hilfe

Neben der finanziellen Unterstützung steht Meyer mit ihrem Team des Bludenzer Stadtmarketings den Eventplanern auch mit ihrem Know-how zur Seite. „Wir haben eine Event-Checkliste entworfen, anhand derer man sich orientieren kann, worauf bei der Durchführung einer Veranstaltung zu achten ist“, informiert sie.

So funktioniert es

Wie man zur Förderung kommt, ist einer im Rathaus aufliegenden Broschüre zu entnehmen:

Schritt 1: Die Organisatoren melden die Veranstaltung beim Stadtmarketing unter Angabe der Anzahl der geladenen Gäste und Benennung der Straße bzw. des Ortsteils an. Entscheidend ist, dass es sich dabei um keine geschlossene Veranstaltung handelt und kein Bewohner der Straße bzw. des Ortsteils ausgeschlossen ist.

Schritt 2: Das Bludenzer Stadtmarketing steht den Organisatoren unterstützend zur Seite und gibt die Höhe der Förderung im Vorfeld des Festes bekannt. Die Förderung beträgt drei Euro pro eingeladenem Teilnehmer. Die Maximalförderung pro Straßenfest beträgt 300 Euro.

Schritt 3: Die Auszahlung der zugesicherten Förderung erfolgt unmittelbar nach Durchführung des Straßenfestes.

Bonus: Zusätzlich zur Förderung der Stadt können bei einer Zertifizierung durch „ghörig feschta“ seitens des Landes von Mai bis September weitere 100 Euro an Förderung eingeheimst werden.

Fazit: Bei einem gewissen Grad an Eigenmotivation steht einem ghöriga Fescht in Bludenz künftig somit nichts mehr im Weg. Na dann Prost!