Der beste Gin Österreichs entsteht im Brennkessel von Herbert Müller aus Feldkirch

Vorarlberg / 04.04.2019 • 13:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Herbert Müller mit seinem prämierten Feldkirch Gin. UYsal

Unter 2000 Einreichungen wurde Müllers Feldkirch Gin bei der Ab-Hof Messe in Wieselburg von einer internationalen Jury zum besten in ganz Österreich gekürt.

Feldkirch Bereits vor 40 Jahren hat Herbert Müller aus Gisingen angefangen, Schnaps zu brennen. „Ich habe mit Obstler gestartet: Kriasi und Zwetschgen aus der Region zusammengekauft“, erinnert er sich. Als Mitglied der Brennerei-Genossenschaft Altenstadt konnte er sich die fahrbaren und recht teuren Gerätschaften zur Spirituosenherstellung ausleihen. Bauern aus der Region kamen zu ihm, um ihr Obst zu verwerten. „Viele haben nicht mehr so große Obstwiesen und sind froh, dass sie im Gegenzug Schnaps bekommen“, so Müller. Für die „Schnapsidee“ wurde er 2004 als Brenner des Jahres ausgezeichnet; 2009 und 2011 holte er sich diesen Titel erneut.

Schwiegersöhne brachten ihn auf den Gin

Erst im vergangenen Jahr haben seine Schwiegersöhne Müller dann den Impuls gegeben, Gin herzustellen. „Apfel und Wachholder bildeten die Basis“, verrät er. Erst Rohbrand, dann Feinbrand, beim dritten Mal Brennen dann die Gewürze. „Es ist eigentlich nur Schnaps, anders destilliert.“ Deswegen bringe er auch langjährige Erfahrung mit. „Dennoch war es eine ganz neue Herausforderung.“ Nach vielen Monaten der Verkostung war die Rezeptur dann perfekt und der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten: Kürzlich reichte der Brenner (unter mehr als 2000 Teilnehmern) bei der Ab-Hof-Messe in Wieselburg seinen Feldkirch Gin ein. „Von einer internationalen Jury wurde jede Mixtur ganz genau unter die Lupe genommen“, so Müller. Der Müller’sche Gin erfreute die feinen Gaumen besonders und so prämierte Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger am Ende seine Spirituose als besten Gin Österreichs. „Das ist das Höchste, was ich bisher erreicht habe“, freut sich der Preisträger. Auch die Familie, natürlich insbesondere die Schwiegersöhne, war hellauf begeistert. „Die genaue Rezeptur bleibt aber mein Geheimnis“, so Müller. Neben dem klassischen Feldkirch Gin gibt es aus der Müller’schen Brennerei die ganz besondere Variante Blue Feldkirch Gin, der sich bei Zubereitung als Gin Tonic von Blau in Rosa verfärbt. ETU

Herbert Müller erhält von Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger das Goldene Stamperl 2019 für den besten Gin Österreichs . Messe WieselburG
Herbert Müller erhält von Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger das Goldene Stamperl 2019 für den besten Gin Österreichs . Messe WieselburG
Müller bringt viel Brennerfahrung mit: Seit 40 Jahren produziert er Hochprozentiges aller Art. Privat
Müller bringt viel Brennerfahrung mit: Seit 40 Jahren produziert er Hochprozentiges aller Art. Privat