Keine Angst vor Frostschäden: Die Karwoche bringt auch etwas Frühling

Vorarlberg / 15.04.2019 • 07:30 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Katharina und das Blumenglück. Es wird in der Karwoche wachsen und blühen. Dazu kommen Sonne und ein wenig Regen.VN/Steurer

Mit den Temperaturen geht es ab Montag bergauf. Die Karwoche hat Sonne, aber auch Wolken und ein bisschen Regen auf Lager.

Schwarzach Obstbauer Jens Blum und Winzer Josef Möth ließen sich am gestrigen Sonntag nicht erschrecken. Auch wenn die Temperaturen kühl und der Himmel bedeckt blieben, sahen sie ihre kostbaren Früchte, die noch Früchtchen sind nicht, in Gefahr. „Es gibt keinen Grund zur Beunruhigung“, meint Möth. „Auch wenn es kurzfristig einmal auf null Grad runter ginge, können wir die Situation entspannt sehen. So wie vor zwei Jahren wird es nicht.“ Möth erzählt vom Stand der Vegetation in seinen Rebenkulturen. „Die Obstblüte ist großteils schon fast vorbei. Wir sind über das Knospenschwellen hinaus. Die grünen Triebe brechen bereits durch.“ Mit einem Blick auf die aktuellen Wetterprognosen weiß Möth: Mit den Temperaturen geht es ab Montag bergauf.

Nicht wie 2017

Das sieht auch Jens Blum, der größte Obstbauer im Land, ähnlich. „Vielleicht kann es bei den Kirschen ein bisschen problematisch werden, fürs Kernobst sehe ich diese Gefahr nicht. Wir würden sogar leichten Bodenfrost überstehen. Gleichzeitig wissen wir, dass die Kälte nur kurz da sein wird.“ Als Maßstab für echte Gefahr, bleibt Blum der 19. April 2017 in nachhaltiger Erinnerung. „Die Situation heute ist nicht annähernd wie damals.“ In der Nacht auf jenen 19. April war der Frost nach einigen kalten Nächten zuvor unerbittlich: Er zerstörte nicht nur in Vorarlberg nahezu die gesamte Obsternte. Blum hat sich aufgrund dieser Erfahrungen eine Frostberegnungsanlage installieren lassen. Er wird sie heuer nicht brauchen. „Es hat bei uns mit der Blüte heuer noch nicht richtig angefangen“, weiß der Obstbauer von seinen Kulturen zu berichten.

Ferientauglich

Das Wetter in der Karwoche wird zwar nicht ungetrübt schön, ist aber trotzdem ferientauglich. Schon heute setzt sich nach einem frostigen Morgen mit Tiefstwerten von bis zu minus zwei Grad die Sonne allmählich durch. Die Temperaturen erholen sich wieder und erklimmen am Nachmittag den zweistelligen Bereich. Höchstwerte: zehn bis 15 Grad.

Auch der Dienstag stellt sich mit einem frischen, aber sonnigen Vormittag ein. Im Lauf des Tages mischen sich ein paar Wolken hinzu, sogar den einen oder anderen kurzen Schauer könnte es geben. Die Höchstwerte liegen zwischen zwölf und 16 Grad.

Mit einem durchwachsenen Frühlingstag wird am Mittwoch zu rechnen sein. Die Sonne muss sich von zeitweise dichteren Wolkenfeldern verdunkeln lassen. Höchstwerte: bis zu 18 Grad. Sonnig und bis zu 20 Grad warm wird es am Gründonnerstag.