Erst Straßenumbau, dann XXXLutz-Neukonzeption in Lauterach

Vorarlberg / 04.05.2019 • 13:30 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
In der Karl-Höll-Straße, die voraussichtlich noch bis Ende Juni gesperrt bleibt, sind derzeit die Bagger im Einsatz.

Lauterach schafft Voraussetzungen für das Projekt des Möbelriesen.

Lauterach Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus, im Fall der mehr als 15 Millionen Euro teuren grundlegenden Neukonzeption der Lauteracher Filiale des Möbelriesen XXXLutz ist dieser Schatten der Umbau der voraussichtlich noch bis Ende Juni gesperrten Karl-Höll-Straße.

„Mit den jetzt begonnenen Arbeiten sanieren wir u. a. die Kanalisation und vor allem gestalten wir die Kreuzung der Karl-Höll-Straße mit der L 190 um“, erläutert Bürgermeister Elmar Rhomberg im Gespräch. Die massive Wohnbautätigkeit in diesem Bereich (Lerchenpark, Fellentor, Sonnenwies) hat zu einer deutlichen Verkehrszunahme geführt, die auf der Kreuzung zunehmend Probleme verursacht. Die Erweiterung von XXXLutz wird diesen Effekt in naher Zukunft weiter verstärken, so dass Verkehrsplaner einen Kreuzungsumbau für erforderlich hielten.

Abbiegespur entlastet

Unmittelbar nach Fertigstellung der Straßenbauarbeiten will XXXLutz loslegen und ein Projekt umsetzen, das in einem jahrelangen Planungsprozess in Absprache mit der Gemeinde entwickelt wurde.
Begonnen hat die Erfolgsgeschichte von XXXLutz in Lauterach mit der Übernahme von Waltner Möbel im Jahr 1987. In der Folge erweiterte Lutz das Möbelhaus und realisierte im Jahre 2000 den bisher letzten großen Umbau, der mit einer Ausweitung der Geschäftsfläche auf rund 10.000 Quadratmeter verbunden war. Bei der Eröffnung im Oktober 2000 sprach Geschäftsführer Rudolf Zudrell vom modernsten Möbelhaus Vorarlbergs.
In den folgenden Jahren entwickelte der Konzern immer wieder Erweiterungs- und Modernisierungspläne, auch auf dem Sonnenwies-Areal, wo aber die Gemeinde andere Pläne hatte und inzwischen eine Wohnanlage mit Geschäften, Praxen und Büros sowie einem Lebensmittelmarkt umsetzte.

Lutz konzentrierte sich deshalb auf das vorhandene Areal, wo der Parkplatz noch große Raumreserven bot. Geparkt wird künftig in einer Tiefgarage und der Bestand, einschließlich des seit vielen Jahren leer stehenden ehemaligen Küchenstudios, wird modernisiert und erweitert. Dabei zielen die Pläne des Architekten Elmar Ludescher, der den 2013 ausgeschriebenen Ideenwettbewerb gewonnen hat, nicht nur auf eine Ausweitung des Gebäudevolumens ab, sondern sehen auch lange Schaufensterfronten vor, die zum Flanieren einladen. Mit ins Boot sollen auch Partner geholt werden, dafür entstehen mehrere Shopflächen in variablen Größen, die vermietet werden.

Mit der Bevölkerung

„Dieses Siegerprojekt des Ideenwettbewerbs wurde sorgfältig weiterentwickelt“, so Bürgermeister Elmar Rhomberg. Das Ergebnis dieser Optimierung wurde Ende 2017 mit der interessierten Bevölkerung diskutiert, wobei neuerlich Anregungen in das Projekt eingeflossen sind, ehe es Anfang 2019 zur Baueingabe kam. Inzwischen fand auch das Behördenverfahren statt, und mit dem Straßenbau hat die Umsetzung des Projekts begonnen. STP