Kommunen für digitale Hotspots bei der Weltgymnaestrada zuständig

06.05.2019 • 08:00 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Bei der Gymnaestrada sollten alle zu jeder Zeit digitale Verbindungen haben. Eine große Herausforderung für die Veranstalter.VN/Hämmerle

Weil flächendeckendes Wlan-Netzwerk im Rheintal fehlt, braucht’s lokale Hotspots und gute Mobilfunkangebote.

Dornbirn Gewöhnlich ist Marc Brugger (46), Marketingleiter für die am 7. Juli beginnende Weltgymnaestrada in Vorarlberg, im Zusammenhang mit der Vorbereitung des außergewöhnlichen Ereignisses zum Lächeln zumute. Beim Thema Digitalisierung jedoch stößt er einen Seufzer aus. „Das ist in der Tat ein etwas wunder Punkt für uns. Wir haben schon vor zwei Jahren auf die Notwendigkeit einer umfassenden digitalen Erschließung aufmerksam gemacht. Aber es hat sich nichts in Richtung flächendeckendes Wlan-Netzwerk entwickelt. Wir werden diesbezüglich bei der Gymnaestrada auf zahlreiche Partner vertrauen müssen, die ihre eigenen Lösungen erarbeiten. Ein durchgehendes einheitliches Digitalnetz wird es leider nicht geben“, bedauert Brugger. Konkret heißt das: Alle 16 Kommunen, die Gymnaestrada-Gäste beherbergen beziehungsweise -Veranstaltungen durchführen, sind angehalten, Internetzugänge bereitzustellen.

Problemhotspot Birkenwiese

Problematisch kann’s laut Brugger vor allem an Orten werden, wo sehr viele Menschen zusammenkommen. „Da benötigen wir leistungsstarke Hotspots.“ Betroffen von dieser Notwendigkeit ist speziell die Weltgymnaestrada-Hauptstadt Dornbirn. „Dort werden wir leistungsstarke Hotspots brauchen, wenn Tausende Gymnaestrada-Teilnehmer Daten in die Welt verschicken möchten“, argumentiert Brugger. Für das Messegelände sind solche Hotspots vorgesehen. Für die Birkenwiese liegt dem Gymnaestrada-Marketingleiter das Angebot eines Mobilfunkbetreibers vor. Wlan für 20.000 Teilnehmer auf dem Spielfeld und auf den Tribünen mit entsprechender Kapazität samt zwei Technikern für Aufbau und Betreuung würden 15.000 Euro kosten. „So was muss finanziert werden“, zuckt Brugger mit den Achseln. Julian Fässler (33, ÖVP), Landtagsabgeordneter und in Dornbirn für digitale Angelegenheiten zuständiger Stadtrat, verweist auf die bereits vorhandene digitale Infrastruktur in der Messestadt. „Wir sind an allen stark frequentierten Plätzen in Dornbirn mit Wlan bereits grundsätzlich gut versorgt. Bei der Gymnaestrada gibt es eine Mobilfunkverstärkung bei der Birkenwiese. Ein zusätzliches Wlan-Netz für sechs Stunden bei der Eröffnungs- und Schlussveranstaltung zum Preis von über 15.000 Euro dort wäre aber kaum zu rechtfertigen.“

„Ich empfehle allen Gymnaestrada-Teilnehmern, sich ein Datenpaket zuzulegen.

Marc Brugger, Marketingleiter Weltgymnaestrada

Achtung vor Schweizer Netz

Wie es mit den Hotspots im Messegelände funktioniert, muss sich laut Marc Brugger erst noch herausstellen. „Diese Hotspots werden ja auch beansprucht, wenn man sich gar nicht einloggt, rein dadurch, dass sie auf alle digitale Geräte mit einem Signal reagieren“, schildert Brugger ein mögliches Problem.

Permanent und überall online zu sein, wäre für die Teilnehmer wichtig. „Es gibt ja eine Veranstaltungsapp mit allen Informationen, die auch stets aktualisiert werden. Die Teilnehmer sollten immer auf dem neuesten Stand sein“, betont Brugger. Seine Empfehlung an alle Teilnehmer, die er ihnen im Vorfeld der Weltgymnaestrada auch als Information zukommen lassen will: „Sie sollten sich ein Datenpaket mit ausreichender Datenmenge zulegen. Damit sind sie auf alle Fälle auf der sicheren Seite.“ Aufpassen sollten alle auch darauf, dass sie im grenznahen Gebiet nicht ins Schweizer Mobilfunknetz geraten. Denn für dieses sind bekanntlich immer noch saftige Roaming-Gebühren fällig.

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