Stadt Feldkirch lässt die Bürger ihr Spiel- und Freiraumkonzept mitgestalten

Vorarlberg / 23.05.2019 • 10:00 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Kinder und Jugendliche brauchen Spiel- und Freiräume. Die Stadt Feldkirch sammelt Ideen für ein entsprechendes Konzept. ARCHIV

Anregungen und Ideen können bis 13. Juli online eingebracht werden.

Feldkirch Mit einem neuen Spiel- und Freiraumkonzept möchte die Stadt Feldkirch Kindern und Jugendlichen Raum zur Verfügung stellen, um sich zu bewegen, zu spielen oder sich mit Freunden zu treffen. Dazu Bürgermeister Wolfgang Matt: „Es ist uns als Stadt ein großes Anliegen, Spiel- und Freiflächen bereitzustellen. Um bestmögliche Lösungen zu erzielen, sind alle herzlich eingeladen, ihre Ideen und Vorschläge einzubringen.“ Ab sofort steht dazu die Internetseite vorarlberg.mitdenken.online/feldkirch für alle offen, die sich an der Mitgestaltung von Feldkirchs Spiel- und Freiräumen beteiligen möchten. Die Teilnahme ist bis 13. Juli möglich.

Ergebnisse im Herbst

Folgende Fragestellungen bilden die Ausgangslage, um möglichst viele Anregungen aus der Bevölkerung zu erhalten: Welche Spiel- und Freiräume braucht es in der Stadt Feldkirch? Wie müssen diese gestaltet sein, um das Zusammenleben bestmöglich zu fördern? Die Vorschläge und Ideen werden auf oben genannter Plattform gesammelt und ausgewertet. Das Wissen vieler Interessierter soll das neue Feldkircher Spiel- und Freiraumkonzept mitgestalten. Zusätzlich werden auch die Ergebnisse aus weiteren Befragungen und Workshops zu diesem Thema eingetragen. „Die Erkenntnisse werden nach der Analysezeit im Herbst der Öffentlichkeit präsentiert. Das fertige Spiel- und Freiraumkonzept soll im Dezember in der Stadtvertretung diskutiert und beschlossen werden“, informiert Bürgermeister Matt.

Beteiligungsprozesse

Nicht zum ersten Mal wird in Feldkirch ein Konzept mithilfe eines Beteiligungsprozesses umgesetzt. Das Raum- und Funktionsprogramm des neuen Jugendhauses in der Reichsstraße in Levis wurde mithilfe der Erkenntnisse, die mittels einer Onlinebefragung gewonnen wurden, erstellt. Damit konnte sichergestellt werden, dass unterschiedliche Meinungen, Ideen, Ansichten und Vorschläge zu einem bestmöglichen Ergebnis führen.

Zielgruppen gezielt einbezogen

Dieses Ziel wird auch beim aktuellen Beteiligungsprozess verfolgt. „Diese Art der Beteiligung erweitert unser Programm der Jugendbeteiligung, das aus vielen Kanälen besteht“, betont Matt. Von Einzelveranstaltungen oder Workshops über Projekte und Befragungen füllt die Onlinebeteiligung eine Lücke, da sie nicht zielgruppenspezifisch und analog befragt, wie das beispielsweise bei den bisherigen Spielplatzbeteiligungen oder beim Skatepark Oberau der Fall war. Die Onlinebeteiligung ist eine Befragung aller Interessierten: Kinder, Jugendliche, Eltern, Großeltern, aber auch pädagogisch Tätige aus den Bereichen Kindergärten und Schulen. „Alle, die bei der zukünftigen Gestaltung von Spiel- und Freiräumen mitmachen möchten, haben ab sofort die Gelegenheit dazu“, ergänzt Matt. Bei Beteiligungen in dieser Form werden nicht nur Ideen und Meinungen im fertigen Konzept berücksichtigt, die den größten Zuspruch erhalten, sondern auch einzelne Antworten können zu einer Erkenntnis führen, die im Gesamtkonzept berücksichtigt wird.

Hintergrund

Aufgrund der positiven Erfahrungen mit dieser Form der Beteiligung stellt das Land Vorarlberg die Plattform vorarlberg.mitdenken.online kostenlos zur Verfügung. Das Beteiligungsformat wurde vom Unternehmen insights erstellt, das Büros in Tel Aviv, Berlin und Washington D.C. betreibt. Seit der Gründung von insights im Jahr 2010 haben 65 Organisationen in mehr als 500 Projekten über 500.000 Personen in ihre Entscheidung miteinbezogen.

Anregungen und Ideen können unter vorarlberg.mitdenken.online/feldkirch eingebracht werden.