Wie Sarah Walser beim Frauenlauf 250 Helfer koordiniert

23.05.2019 • 11:45 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Die Höchsterin geht in ihrem Job voll auf. W3 MARKETING

Die 23-jährige Sarah Walser brachte es von der Praktikantin sehr schnell zur Kommunikations- und Helfermanagerin

Erst einmal nahm Sarah Walser aktiv am Bodensee-Frauenlauf teil. Das war vor drei Jahren. Am Tag vorher hatte sie sich, nachdem die Überredungskünste ihrer Freundinnen doch Nutzen zeigten, noch schnell Laufschuhe und ein Laufdress gekauft. Es blieb bei dem einen Start. Dennoch ist die 23-Jährige mittendrin statt nur dabei. Im vergangenen Jahr landete sie als Studentin der Fachhochschule Vorarlberg, an der Sarah Walser Internationale Betriebswirtschaftslehre studierte, bei dem von Verena Eugster und Patrizia Zupan gegründeten W3 Marketing. „Im Rahmen des Studiums wurde ein Praktikum verlangt“, erzählt Walser. Aus dem Praktikum wurde schließlich eine Fixanstellung. Inzwischen ist die Höchsterin bei den diversen Veranstaltungen nicht nur für die Kommunikation zuständig, sondern auch für das gesamte Helfermanagement, das insgesamt fast 500 Freiwillige umfasst. Allein beim Bodensee-Frauenlauf, der am Samstag, 25. Mai 2019, in die bereits zehnte Runde geht, koordiniert Sarah Walser etwa 250 gute Geister.

Schwimmen gelernt

Die junge Frau spricht von einem Wurf ins kalte Wasser, als sie bei W3 anheuerte. „Beim Frauenlauf im vergangenen Jahr stand ich allein mit 250 Helfern da“, erzählt sie. Doch sie meisterte die Aufgabe bravourös. Sarah selbst sieht die Sache pragmatisch: „Im kalten Wasser lernt man schwimmen, aber es braucht auch jemanden, der einem die Chance gibt, es zu lernen.“ Die bekam sie und nützte sie. „Es ist schön zu sehen, was ich durch meine Arbeit alles bewegen kann“, freut sich Sarah Walser, ein Dreh- und Angelpunkt sein zu dürfen. Sie genießt auch die Wertschätzung, die ihr dafür vonseiten der Teilnehmerinnen entgegengebracht wird. „Das motiviert und gibt neue Energie.“

Die kann sie gut gebrauchen, denn ehrenamtliche Helfer zu finden erweist sich zunehmend als schwieriges Unterfangen. Sarah Walser zeigt Verständnis. „Es gibt so viele Veranstaltungen, die Freiwillige brauchen.“ Deshalb ist sie froh, nach zehn Jahren, in denen es den Bodensee-Frauenlauf nun schon gibt, auf ein gutes Kontaktpolster zurückgreifen zu können. Trotzdem bleibe die Suche Jahr für Jahr eine Herausforderung.

Auf Eis gelegt

Hätte es mit dem Job beim W3 Marketing nicht geklappt, wäre Sarah Walser für ein Jahr ins Ausland gegangen, zumal Reisen eine ihrer Lieblingsbeschäftigungen ist. Das Auslandssemester hatte sie in Irland verbracht. „Ein schönes Land“, meint sie. Solche Pläne sind zumindest vorerst auf Eis gelegt. Viel lieber möchte sich Sarah Walser in ihrem Job, der ihr alles bedeutet, weiterentwickeln und dort neue Aufgaben übernehmen. Eine Teilnahme am Frauenlauf würde sie ebenfalls wieder einmal reizen. Doch das spielt sich nicht. Zu viel an Organisation wartet auf Sarah. Dafür genießt sie mit den Frauen, wenn diese im Ziel einlaufen. „Das macht auch mich stolz“, sagt sie. Dabei glimmt in ihren Augen ein Feuer, das auf eine tiefe Zufriedenheit mit dem schließen lässt, was sie beruflich macht.

Auch in ihrer Freizeit ist Sarah Walser nicht untätig. Außerhalb des Büros gibt sie sich gerne sportlich. Kraft für die Anforderungen im Alltag holt sie sich in der Natur, vor allem beim Wandern. Außerdem schwingt sich die Höchsterin oft und gerne auf ihr Rennrad. Diesen Ausgleich möchte sie nicht missen, ebenso wenig wie ihre Tätigkeit, die weit entfernt von 08/15 sei, wie Sarah lächelnd anmerkt. Es sind nicht zuletzt die Geschichten, die der Frauenlauf schreibt, die sie berühren und einen besonderen Teil ihrer Arbeit ausmachen. Zur Freude und Begeisterung anderer beitragen zu können, ist etwas, das Sarah Walser trägt und anspornt.

Sarah Walser

Alter 23

Ausbildung Matura, Studium an der FH Vorarlberg, Bachelor in Internationaler Betriebswirtschaftslehre

Wohnort Höchst

Familie Freund