Sanierung der Laternser Straße: Schwere Geburt zieht sich weiter

Vorarlberg / 30.05.2019 • 18:00 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Der Start für die Sanierung der Laternser Straße zieht sich weiter. Aktuell heißt es, dass im Jahr 2020 die Bagger auffahren werden. Egle
Der Start für die Sanierung der Laternser Straße zieht sich weiter. Aktuell heißt es, dass im Jahr 2020 die Bagger auffahren werden. Egle

Startschuss für Projekt in Batschuns auf 2020 verschoben.

Zwischenwasser, Laterns Wie recht Projektleiter Johann Zengerle haben sollte, als er im vergangenen Jahr bei der Vorstellung des Projekts im Rahmen des Ortsgesprächs Batschuns von einer „schweren Geburt“ sprach. Nicht neun Monate, sage und schreibe seit mehr als neun Jahren geht man mittlerweile schwanger mit den Planungen zur Sanierung der Ortsdurchfahrt von Batschuns, beginnend beim Bildungshaus bis hin zum Gasthaus Waldrast. Wie Zengerle gegenüber der VN-Heimat bestätigte, wird der Projektstart nochmals verlegt, und zwar ins Jahr 2020.

„Wehenhemmer“ Hotelprojekt

War bisher der Baustart im Frühjahr 2019 für die erste Teiletappe vorgesehen, zieht sich die Umsetzung nochmals um ein weiteres Jahr. Als Grund nennt man seitens des Landesstraßenbauamts sowie der beiden hauptsächlich betroffenen Gemeinden Zwischenwasser und Laterns das geplante Juva-Hotelprojekt in Laterns. Eine Umleitung der schweren Lkw über den sogenannten Hennabühel wäre nicht vertretbar. Das Land steckt deshalb im Sinne der betroffenen Bevölkerung nochmals zurück, auch wenn allein über den Baukostenindex schon mit Mehrkosten von mindestens 2,5 Prozent zuzüglich zu den veranschlagten 1,25 Millionen Euro für den ersten Teilabschnitt zu rechnen ist. Davon trägt das Land Vorarlberg die Hauptlast, die Gemeinde Zwischenwasser beteiligt sich aber auch und wird im Zuge der Straßensanierung die Gehsteige instandsetzen. Am Ende soll die Straße durchgängig 5,5 Meter breit sein; ebenfalls erneuert werden Stützmauern, Bewässerung und Frostkoffer.

Verkehrstechnischer Albtraum

„Der Anrainerverkehr über den Hennabühel ist schon grenzwertig, die schweren Lkw aber definitiv unzumutbar“, fasst der Bürgermeister von Zwischenwasser, Kilian Tschabrun, die Lage zusammen. Ein pikantes Detail gibt es noch am Rande: Der Start für den Hotelbau hätte eigentlich schon erfolgen sollen, auf Nachfrage beim Laternser Vizebürgermeister Gerold Welte, der derzeit den erkrankten Bürgermeister Heinz Ludescher vertritt, zeigt sich dieser zuversichtlich, dass es in wenigen Wochen losgehen soll und dieses Jahr zumindest die Erd- und Betonarbeiten erledigt werden können. Einen genauen Termin für den Baubeginn konnte Welte nicht nennen. Sollte es zu einer Verschiebung kommen, könnte es nächstes Jahr zu zwei Baustellen gleichzeitig und für den Hennabühel zum verkehrstechnischen Albtraum kommen. Denn, so Projektleiter Zengerle, nächstes Jahr, direkt nach der Skisaison in Laterns, geht es auf alle Fälle los, sonst könnte sogar der gültige Baubescheid ablaufen. Speziell für die Anrainer in Batschuns ist zu hoffen, dass dieser Kelch an ihnen vorübergehen möge. Das Team im Kreißsaal steht jedenfalls bereit und wappnet sich für einen Kaiserschnitt. CEG