102 Meter Tunnel unter der Skipiste in Damüls

Vorarlberg / 31.05.2019 • 08:30 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
102 Meter Tunnel unter der Skipiste in Damüls
Der Tunnel endet zwischen Schönblick und Hertehof, wo auch ein unterirdischer Umschlagplatz installiert wird. STP

Hotels Schönblick und Hertehof schaffen eine kreuzungsfreie Zufahrt.

Damüls „Mit dem Bau der leistungsfähigeren Bahn Oberdamüls hat die Frequenz auf der Skipiste enorm zugenommen und wir mussten im Interesse der Sicherheit handeln“, begründet Günther Strobl vom Hertehof die Großbaustelle vor der Pension. Gemeinsam mit seinen Nachbarn, der Familie Sohm im Schönblick, bauen die Strobls einen 102 Meter langen Tunnel, der unter der Skipiste durchführt.

Die Zufahrt zu den beiden Häusern war im Winter seit jeher eine riskante Sache, denn es musste die Skiabfahrt gequert werden. „Vor allem der Transport von Koffern der Gäste war nur mit Skidoos zu bewältigen und durfte nicht während des Liftbetriebs durchgeführt werden. Aber auch den Gästen war das Queren der viel befahrenen Piste nicht länger zumutbar“, so Strobl im Gespräch mit der VN Heimat. Ludwig Sohm hat die Bauleitung übernommen und will sicherstellen, dass bis zum Wintereinbruch eine bequeme Zufahrt fertiggestellt ist. Beide Häuser haben bereits vor einigen Jahren eine Gemeinschaftstiefgarage an der Furka-Straße errichtet.
Trotz der respektablen Ausmaße der Tunnelbaustelle samt unterirdischem Umschlagplatz ist dieses Vorhaben nur das kleinere Projekt, denn das benachbarte Hotel Alpenstern hat noch Größeres vor: In zwei Etappen wird dieses Haus modernisiert und beträchtlich erweitert. Dabei wird u. a. die Bettenkapazität von bisher knapp 100 auf über 160 ausgeweitet.

Für ein Großprojekt, das sich beim Hotel Alpenstern in zwei Etappen über die Sommer 2019 und 2020 erstreckt, sind die Baumaschinen aufgefahren.
Für ein Großprojekt, das sich beim Hotel Alpenstern in zwei Etappen über die Sommer 2019 und 2020 erstreckt, sind die Baumaschinen aufgefahren.

Während beim Alpenstern die Arbeiten erst begonnen haben und sich in der zweiten Etappe auch noch auf den Sommer 2020 erstrecken werden, geht der Ausbau beim Damülser Hof bereits in die Zielgerade der ersten Etappe. Das aufgestockte Haus ist bereits wieder unter Dach. Wie berichtet, wird hier der Altbau aus den 1960er-Jahren modernisiert und aufgestockt. Dabei werden auch die Zimmer vergrößtert. Die Aufstockung wird vorläufig nur im Rohbau erstellt, damit in den von den Baumaßnahmen unberührten Hotelräumlichkeiten in der Sommersaison der Betrieb ungestört weitergeführt werden kann. „Im Sommer ruhen die Arbeiten, unsere Gäste werden ihren Urlaub in den anderen Bereichen des Hauses genießen können“, erläutert Heribert Klauser den umfassenden Zeitplan. „Weitergebaut und für die Wintersaison fertiggestellt wird das Projekt im Herbst.“ Dann wird der Damülser Hof statt wie bisher über 95 Betten über mehr als 125 verfügen. Gleichzeitig werden im ältesten Teil des Hotels die Zimmer vergrößert, „weil sich die Ansprüche der Gäste im Laufe der Jahre verändert haben“, so Andrea Klauser.

Schwerpunkt Oberdamüls

Nach dem Neubau der Seilbahn Oberdamüls im Sommer 2018 bleibt Oberdamüls auch heuer ganz klar der Schwerpunkt für Bauaktivitäten in Damüls, wo neben den Hotelprojekten Damülser Hof und Alpenstern sowie dem Tunnelbau auch die letzte Etappe des Appartementdorfs vor dem Abschluss steht: das Landhaus soll noch diesen Sommer den Betrieb aufnehmen. STP

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