Start der mündlichen Matura mit optimistischen Kandidaten

Vorarlberg / 04.06.2019 • 06:00 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Die mündliche Matura als letzter Akt der Reifeprüfung: In den kommenden Wochen rauchen auch an 29 höheren Schulen Vorarlbergs wieder die Köpfe.VN/SAMS

An sieben von insgesamt 29 Vorarlberger Schulen begann am Montag Teil zwei der diesjährigen Reifeprüfung.

Bregenz Am vergangenen Mittwoch wurden in allen höheren Schulen Österreichs die sogenannten Kompensationsprüfungen zur diesjährigen Zentralmatura beendet. Als Teil der schriftlichen Klausur mussten dort all jene Kandidaten antreten, die in der schriftlichen Prüfung ein Nicht genügend geschrieben hatten. Wie viele das waren, wird von den Schulbehörden zum jetzigen Zeitpunkt nicht bekanntgegeben.

Steht gutes Ergebnis ins Haus?

„Zum Abschneiden in den Kompensationsprüfungen gibt es erste Einschätzungen, die mir mitgeteilt wurden“, äußert sich Andreas Kappaurer (58), pädagogischer Leiter der Bildungsdirektion Vorarlberg, auf VN-Anfrage. Demnach hätten in Mathematik etwa die Hälfte der bei der schriftlichen Prüfung durchgefallenen Kandidaten (11,5 Prozent) die Kompensationsprüfung bestanden. „Insgesamt dürfte es heuer ein gutes Maturaergebnis in Vorarlberg geben“, wagt Kappaurer eine allgemeine Prognose.

Dass durch den politischen Wechsel im Bildungsministerium die Maturaabläufe gestört werden könnten, dementiert Elisabeth Mettauer-Stubler, Sprecherin der Bildungsdirektion Vorarlberg, entschieden. „Die führenden Köpfe der Zentralmatura und der ganze Verwaltungsapparat im Ministerium sind unabhängig vom Wechsel in der politischen Verantwortung des Ressorts gut eingespielt. Da läuft alles ab wie vorgesehen.“

Veröffentlichung politisch

Einzig die Veröffentlichung der Ergebnisse wäre eine politische Entscheidung, welche Interimsministerin Iris Eliisa Rauskala treffen könnte. „Fixiert wäre das Datum der Bekanntgabe der Maturaergebnisse eigentlich. Dies sollte irgendwann in Kalenderwoche 25 (Anm: vom 17. bis 25. Juni) passieren“, weiß Mettauer-Stubler.

Die Ergebnisse der schriftlichen Klausuren samt Kompensationsprüfungen mussten von den Schulen unverzüglich ans Ministerium weitergeleitet werden. Danach erst standen diese auch der Bildungsdirektion zur Verfügung. „Die Ergebnisse gingen daher in Etappen nach Wien und nicht als Gesamtzahlenwerk aus Vorarlberg“, erklärt Mettauer Stubler.

Nichts mehr wie früher

Zufrieden mit dem Ablauf der Reifeprüfung bisher ist auch AHS-Landesschulinspektorin Christine Schreiber. Aufgefallen ist ihr lediglich, „dass die Impulstexte im Fach Deutsch heuer sehr herausfordernd waren“. Für die verdiente Pädagogin ist es ihre letzte Matura als Landesschulinspektorin. An vier Schulen wird sie selber noch den Vorsitz übernehmen.

„Mir ist heuer aufgefallen, dass die Impulstexte im Gegenstand Deutsch herausfordernd waren.“

In Zeiten der Zentralmatura ist auch die am Montag begonnene mündliche Reifeprüfung genau geregelt. Vorbei sind die Zeiten, als die Lehrer ihren Schülern noch Schwerpunktthemen servieren konnten. Jetzt sind die Kandidaten mit zwei bis drei Themenbereichen konfrontiert, aus denen sie zwei Umschläge mit je einer komplexen Frage ziehen müssen. Sie entscheiden sich für eine der zwei Fragen. Bei drei absolvierten Klausurarbeiten müssen die Maturanten Fächer im Umfang von 15 Wochenstunden in der Oberstufe wählen, bei vier Klausurfächern sind es Gegenstände im Umfang von zehn Oberstufen-Wochenstunden.

Erlebt heuer ihre letzte Matura als Landesschulinspektorin der allgemeinbildenden höheren Schulen: Christine Schreiber.VN/Steurer
Erlebt heuer ihre letzte Matura als Landesschulinspektorin der allgemeinbildenden höheren Schulen: Christine Schreiber.VN/Steurer