Stiftung Maria Ebene erhält internationale Auszeichnung

12.06.2019 • 11:07 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Rauch

Stiftung Maria Ebene erhält höchste internationale Auszeichnung für „Rauchfreies Krankenhaus“.

Frastanz Das Krankenhaus Maria Ebene erhielt in Warschau beim Kongress des Globalen Netzwerks für Rauchfreie Gesundheitseinrichtungen „Global Network for Tobacco Free Healthcare Services“ die Gold-Zertifizierung. Es handelt sich um die höchste internationale Auszeichnung in diesem Bereich. „Wir freuen uns sehr, dass wir als erstes psychiatrisches Krankenhaus Österreichs diese internationale Auszeichnung erreichen konnten und – nach der Sonderkrankenanstalt Weyer in Oberösterreich und dem Klinikum am Kurpark Baden in Niederösterreich – nun das dritte österreichische Krankenhaus mit Gold-Zertifikat sind“, zeigt sich Primar Michael Willis, Chefarzt der Stiftung Maria Ebene, stolz.

Die internationale Rauchfrei-Zertifizierung beinhaltet unter anderem das Verbot jeglicher Annahme von Unterstützungen durch die Tabakindustrie, den Verkauf von Tabakwaren und verwandter Erzeugnisse wie etwa E-Zigaretten, die Aufklärung und Förderung zur Reduktion des generellen Tabakkonsums, um schädliche Gesundheitsfolgen zu reduzieren, den Schutz vor Tabakrauch und das Schaffen einer rauchfreien Umgebung.

Vorreiterrolle nicht nur in Vorarlberg

Ein weiteres wichtiges Kriterium bildet etwa die aktive Unterstützung von Raucherinnen und Rauchern bei der Nikotinentwöhnung. „Mit der Zertifizierung nehmen wir eine Vorreiterrolle in Vorarlberg und darüber hinaus ein. Als Stiftung Maria Ebene sind wir uns unserer Vorbildwirkung bewusst und geben uns nur mit den höchsten Standards zufrieden“, betont Wolfgang Grabher, Projektleiter für das „Rauchfreie Krankenhaus“.

Das Krankenhaus Maria Ebene gehört damit zu einem Kreis von weltweit nur 57 Gesundheitseinrichtungen mit Gold-Status in Australien, Deutschland, Estland, Irland, Südkorea, Spanien, Schweden, Taiwan, USA und Österreich.

Präventionen und Therapien bei Süchten

Die Stiftung Maria Ebene als Vorarlberger Kompetenzzentrum für Suchterkrankungen bietet sowohl suchtpräventive als auch suchttherapeutische Methoden zur Raucherentwöhnung an. Eine dieser Maßnahmen ist das erfolgreiche Programm „NIKOTEEN“ für Jugendliche, das durch die SUPRO-Werkstatt für Suchtprophylaxe betreut wird. Eine umfassende suchttherapeutische Maßnahme ist das Raucherentwöhnungsprogramm „Wieder frei atmen!… Auf dem Weg zum Nichtraucher“, das seit 2013 im Krankenhaus Maria Ebene angeboten wird und sich als sehr wirksam erwiesen hat. Hier besteht die Möglichkeit, nach einem unverbindlichem Erstgespräch und einem individuellen Therapieplan entweder an ambulanten Gruppen- oder Einzelentwöhnungen teilzunehmen. Für starke Raucher bietet die Stiftung Maria Ebene auch eine stationäre Raucherentwöhnung an.