Walgauer Bibliotheken auf vereinten Wegen

Vorarlberg / 14.06.2019 • 13:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Roswitha Tschamon und Margit Brunner Gohm.VN/JLO

Verbund Frastanz-Nenzing-Satteins; weitere sollen folgen.

satteins Was bereits seit 20 Jahren in den Walgauer Bibliotheken immer wieder als Wunsch geäußert wurde, nahm kürzlich konkrete Formen an. „Seit dem

satteins Was bereits seit 20 Jahren in den Walgauer Bibliotheken immer wieder als Wunsch geäußert wurde, nahm kürzlich konkrete Formen an. „Seit dem 1. April haben sich die Bibliotheken von Satteins, Nenzing und Frastanz zu einem Verbund zusammengeschlossen“, informiert Roswitha Tschamon von den Bibliotheken Frastanz und Nenzing. „Konkret bedeutet das, dass wir einen einheitlichen Bücherausweis bieten, mit dem man in allen teilnehmenden Bibliotheken Ausleihungen vornehmen kann“, ergänzt Margit Brunner Gohm von der Satteinser Bücherei. „Weiter erleichtert das natürlich Kooperationen in Bezug auf Veranstaltungen“, betonen beide.

Vorgeschichte

Dass Kooperation die Last einer einzelnen Bücherei verringert und mehr Möglichkeiten schafft, war schon davor bewusst. „Erst im Herbst des vergangenen Jahres haben wir in Nenzing das neue Programm ‚Litterare‘ getestet, mit welchem man nun auch Verbund-Bibliotheken generieren kann“, informiert Tschamon weiter. „Das war dann natürlich der Startschuss, sich intensiv mit der Thematik auseinanderzusetzen und das System zuerst in Nenzing, dann in Frastanz und Satteins zu implementieren.“ Über das neue Programm können so einfach die bestehenden Bestände übernommen werden; hinzukommende Bibliotheken müssen weder ihre Signaturen ändern, noch aufwendig im System alles umstellen. „Rudi Malin von der Göfner Bücherei und Margarethe Müller von der Bludescher Bücherei haben uns auch bereits zugesagt, dass sie demnächst dem Verbund hinzustoßen wollen, wobei sie von Anfang an in der Planung mit dabei waren. Wir freuen uns aber natürlich auch über weitere Kooperationspartner“, so Brunner Gohm.

Die Vorteile des Verbunds liegen dabei auf der Hand: Während jede Bibliothek ihre Eigenständigkeit bezüglich Signatur, Öffnungszeiten und Preisen bewahrt, können die Benutzer nun in allen teilnehmenden Büchereien ausleihen, was bei rund 50.000 Exemplaren zu einem deutlichen Mehrwert führt.