Spatenstich für umstrittene Wohnanlage in Götzis

Vorarlberg / 18.06.2019 • 07:30 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Im dicht bebauten Götzner Ortsteil Wieden entsteht auf dieser Verkehrsfläche eine gemeinnützige Wohnanlage. Am Dienstag erfolgt der Spatenstich für das umstrittene Projekt. VN/SCHWEIGKOFLER

Am Dienstag, 18. Juni, erfolgt der Startschuss für den Bau einer gemeinnützigen Wohnanlage im Götzner Ortsteil Wieden. Anrainer hatten sich vehement gegen die Baupläne gestemmt.

Gernot Schweigkofler

Götzis Die Pläne der Wohnbauselbsthilfe im Götzner Ortsteil Wieden, am Kalkofenweg, eine Wohnanlage mit 49 Wohnungen zu errichten, haben viel Staub aufgewirbelt. Nach Bekanntwerden der Pläne organisierte sich eine Bürgerinitiative, die sich gegen dagegen wehrte. Die lautstarken Anrainer fürchteten eine Ghetto-Bildung und beeinspruchten das Projekt. 800 Unterschriften wurden gesammelt. Letzlich vergebens, es liegt ein rechtsgültiger Baubescheid vor und heute, Dienstag, wird der Spatenstich für das neun Millionen-Euro-Projekt erfolgen, wie Wohnbauselbsthilfe-Chef Erich Mayer den VN mitteilte.

Kritik wurde vor allem an der Bauhöhe laut, eines der drei geplanten Gebäude wird sechs Stockwerke umfassen. Mayer beruhigt aber anlässlich des Baustarts. „Die Wohnanlage wird eine deutlich geringere Dichte als die umliegenden Gebäude des Vorarlberger Wirtschaftsparks aufweisen“, erklärt er. Er glaubt, dass nach Fertigstellung Frieden einkehren wird.

Auch Bürgermeister Christian Loacker wurde von den Gegnern des Projekts mehrfach  scharf kritisiert. Er ist überzeugt, dass es notwendig ist, leistbaren Wohnraum zu schaffen, und dabei auch auf den sparsamen Umgang mit Grund und Boden geachtet werden muss. Die Gemeinde hat auf dem Areal 1500 Quadratmeter für eine öffentlich zugängliche Freifläche gesichert. „Wichtig ist, dass wir als Gemeinde ein hochwertiges Umfeld für alle Bewohner des Ortsteils schaffen. Entstehen soll eine Art Park, der allen Generationen eine hohe Aufenthaltsqualität bietet“, erklärt er. Die Marktgemeinde vergibt alle 49 Wohnungen, die ab 2021 bezogen werden sollen.