“Opa in der Zeitmaschine”: Volksschüler lernen etwas über Demenz

Vorarlberg / 24.06.2019 • 15:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
"Opa in der Zeitmaschine": Volksschüler lernen etwas über Demenz
Die Viertklässler der Volksschule Altach zeigten viel Interesse an dem schwierigen Thema Demenz. EGLE

Sensibilisierung der Altacher Volksschüler bezüglich Demenzerkrankung.

Altach Die Altacher Bibliothek, unter der Leitung von Wilma Schneller, organisiert während des ganzen Jahres verschiedenste Veranstaltungen, die das ganze Spektrum der Bevölkerung ansprechen sollen. Besonders am Herzen liegen dem Bücherei-Team dabei die Kinder und Jugendlichen. Bereits seit mehreren Jahren wagt man sich gemeinsam mit den vierten Klassen der Volksschule an ein nicht ganz einfaches Thema: der Krankheit Demenz.

In Zusammenarbeit mit dem Krankenpflegeverein, in Person von Alexandra Bereuter, die auch die „Aktion Demenz“ betreut sowie Tamara Basile von der Bibliothek, sollen die Kinder dabei behutsam und spielerisch an das tückische Krankheitsbild herangeführt werden. Dieses ist vor allem für Kinder, aber auch andere Angehörige nur schwer begreifbar, da es sich im Kopf abspielt, von außen nicht sichtbar ist und an sich auch keine Schmerzen verursacht.

Alexandra Bereuter (Aktion Demenz, links) vermittelte auf Einladung von Tamara Basile von der Bibliothek Altach den Kindern das Thema Demenz. Egle
Alexandra Bereuter (Aktion Demenz, links) vermittelte auf Einladung von Tamara Basile von der Bibliothek Altach den Kindern das Thema Demenz. Egle

Im Büchlein „Mein Opa sitzt in einem Zeitreisemobil“, welches von der „Aktion Demenz“ zusammen mit dem Land Vorarlberg herausgegeben wurde, wird die Entwicklung von Demenzkranken behandelt. Es geht darin um die stetig steigende Vergesslichkeit von Betroffenen oder aber auch vorkommenden Verwechslungen wie etwa zwischen Sohn und Enkel.

Mittels eine Bilderbuchkino wurde das Buch entsprechend durchgearbeitet, zudem werden anhand von praktischen Beispielen wie etwa einem Sieb, durch das Sand, Kiesel und Steine durchgeschüttet wurden, den Kindern die Unterschiede zwischen Kurzzeit – und Langzeitgedächtnis erklärt werden. Im Vordergrund stand dann aber vor allem die Erarbeitung von Verhaltensregeln und Ideen im richtigen Umgang mit betroffenen Angehörigen. Wichtige Aspekte wie Geduld und Respekt wurden gemeinsam herausgearbeitet.

Die Kinder zeigten großes Interesse, stellten viele Fragen und berichteten auch von Beispielen aus der eigenen Familie, wie sich etwa der geliebte Opa oder die Oma plötzlich zu einem anderen Menschen verändert haben. Als Geschenk erhielten alle Schüler das Buch vom Opa im Zeitreisemobil zur Lektüre. CEG