Autorin Angelika Diem erklärt Buch-am-Bach-Kinderreportern, wie ihre Bücher entstehen

Vorarlberg / 28.06.2019 • 10:00 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Vier Schüler der Mittelschule Rieden und Schendlingen hatten die Möglichkeit, der Autorin Angelika Diem nach ihrer Lesung  Fragen zu stellen. VN/DE PIERI

Die Kinderreporter der Mittelschulen Rieden und Schendlingen trafen auf der Buch am Bach die Autorin Angelika Diem hinter den Kulissen.

Götzis Direkt nach der Lesung von Angelika Diem aus ihrem Buch der Reihe Schattenthron „Das Mädchen mit den goldenen Augen“, konnten vier Kinderreporter der Vorarlberger Autorin Fragen zu ihrem Werk, dessen Entstehungsgeschichte und ihrem Beruf stellen.

Wie sind Sie zum Schreiben von Büchern und Geschichten gekommen?

Ich habe immer schon gerne Geschichten gelesen und sehr oft meiner kleinen Schwester Gutenachtgeschichten erzählt. Außerdem habe ich angefangen, Fan-Fiction-Geschichten zu schreiben. Das heißt, dass ich mir bei einem Serienende die Geschichte dieser Serie noch weiter ausdachte und diese zu Papier brachte. Fan Fiction habe ich sehr oft zu japanischen Comics, also Anime, geschrieben.

Wann haben Sie angefangen zu schreiben?

Ich habe als 13-Jährige angefangen, allerdings habe ich nur kurze Geschichten geschrieben.

Woher holen Sie sich die Inspiration für Ihre Bücher und Geschichten?

Es kommt immer auf das Buch an. Die Idee für die Buchreihe Schattenthron entstand durch einen Wettbewerb. Bei diesem bekamen alle Teilnehmer Stichworte, aus denen eine Szene entstehen musste. Ich habe diesen Wettbewerb schließlich gewonnen und der Verlag gab mir die Möglichkeit, das komplette Buch dazu zu schreiben. Andere Bücher denke ich selbst aus.

Wie viele Bücher haben Sie bereits geschrieben?

Ich habe meine Bücher nicht gezählt, aber ich schätze rund zehn Stück.

Sind das alles Kinderbücher?

Nein, ich habe Jugendbücher, All-Age Bücher, Bilderbücher für Kinder und ein Vorarlberg-Anekdoten-Buch für Erwachsene verfasst. Ich schreibe einfach, was mir Spaß macht.

Wie entsteht ein Buch?

Das ist sehr harte Arbeit und ein langer Prozess. Als erstes braucht man eine Idee und diese schreibt man sich dann auf und notiert sich die Figuren, die im Buch vorkommen sollen. Zu jeder Figur sollte man sich eine Hintergrundgeschichte überlegen, die zwar nicht zur Gänze im Buch erscheinen muss, aber die der Autorin beim Schreiben hilft. Und dann schreibe ich die einzelnen Story-Elemente auf und beschreibe ganz kurz, was passieren soll. Als nächstes wird die Geschichte erzählt und dann wird jede Seite immer wieder verbessert.

Warum haben Sie uns von all Ihren veröffentlichten Büchern Schattenthron vorgestellt?

Ich habe den ersten Teil der Buchreihe Schattenthron vorgestellt, weil es einerseits gut zu der Zielgruppe passt, die sich hier auf der Veranstaltung Buch am Bach befindet, und andererseits, weil bald der dritte Teil erscheinen wird.

Wie sind Sie zur Buch am Bach gekommen? Wurden Sie eingeladen?

Neben meinem Beruf als Autorin arbeite ich auch als Bibliothekarin. Wir sind auch mit drei Buchtischen bei der Buch am Bach und ich betreue die Buchguides. Diese Lesungen mache ich eher zwischendurch.

Wie viel Geld kann eine Autorin verdienen?

Tja, mal überlegen. Mein Buch kostet 14,90 Euro, davon erhalte ich vielleicht einen Euro. Das Geld kommt dann vom Verlag.

Was wollen Sie mit Ihren Büchern bewirken?

Dass Menschen abschalten können. Meine Bücher sollen Menschen dazu bringen, dass sie den Stress vergessen können und einmal das reale Leben ausblenden. Es ist eine Möglichkeit, dem Alltag zu entfliehen. VN-DPF