Machbarkeitsstudien zu Naturpark Rätikon zeigen dessen Realisierbarkeit auf

Vorarlberg / 30.06.2019 • 10:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Landesrat Johannes Rauch, Regierungschef-Stellvertreter Daniel Risch (Liechtenstein) und Regierungsrat Marcus Caduff (Graubünden, v. l.) bei der Präsentation der Studie. MEZNAR

Auf einem guten Weg.

Montafon, Malbun Das Projekt „Internationaler Naturpark Rätikon“ ist einen großen Schritt weiter. In den vergangenen eineinhalb Jahren wurde intensiv an grenzüberschreitenden Machbarkeitsstudien gearbeitet. Diese liegen jetzt mit einem eindeutigen Ergebnis vor: Der internationale Naturpark Rätikon wäre sehr gut machbar, der einzige Drei-Länder-Naturpark und damit einzigartig. Jetzt werden die nächsten Schritte geplant.

Präsentation in Malbun

Das Fürstentum Liechtenstein, die Talschaften Montafon, Walgau und Brandnertal in Vorarlberg sowie das Prättigau im Kanton Graubünden setzten sich in den vergangenen eineinhalb Jahren gemeinsam mit zahlreichen Vertretern verschiedenster Organisationen und der Bevölkerung intensiv mit der Machbarkeit des Naturparks Rätikon auseinander. „Die Studien zeigen dabei, dass ein grenzüberschreitender Naturpark sehr gut machbar wäre“, brachten es Landesrat Johannes Rauch, Regierungsrat Marcus Caduff (Kanton Graubünden) sowie Regierungschef-Stellvertreter Daniel Risch (Fürstentum Liechtenstein) und weitere Vertreter der Regionen und Gemeinden bei der kürzlich stattgefundenen Präsentation der Studien in Malbun auf den Punkt.

Intensive Untersuchungen

Die Studien wurden dabei von der Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften ZHAW erstellt und auf die drei Teilgebiete (Liechtenstein, Vorarlberg und Graubünden) aufgeteilt. Die natur- und kulturräumlichen Voraussetzungen, die regionalökonomischen Strategien, die vorhandenen Marktpotenziale, die rechtlichen und organisatorischen Rahmenbedingungen zeigen auf, dass ein grenzüberschreitender Naturpark im Rätikon sehr gut realisierbar wäre. Alle untersuchten Teilgebiete weisen sowohl im Siedlungsgebiet wie auch im Gebirge hohe Natur- und Landschaftswerte auf. „Ein Naturpark würde keine neuen Schutzgebiete ausscheiden, sondern die bestehenden erhalten und weitere Aufwertungsmaßnahmen unterstützen“, informierte Landesrat Rauch.

Weiteres Vorgehen

Die Ergebnisse der Machbarkeitsstudien werden nun in den drei beteiligten Ländern auf Landes-, Gemeinde- und kantonaler Ebene diskutiert. Sollten dann positive Entscheidungen für den Naturpark vorliegen, wäre in einem nächsten Schritt geplant, bis Mitte 2020 ein Managementplan für jedes Teilgebiet auszuarbeiten. Darin würden die konkreten Projekte, die Trägerschaften und die Finanzierung definiert werden.

Der Umsetzungsstart in allen drei Ländern wäre dann mit Anfang 2021 datiert. Weiterreichende Informationen – inklusive der Übersicht aller Machtbarkeitsstudien – stehen Interessierten auch im Internet unter www.raetikon.net zur Einsicht bereit.