Mit 88 Jahren bei der Gymnaestrada: „Hier fühle ich mich gleich viel jünger“

10.07.2019 • 05:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Diny aus den Niederlanden genießt die Zeit bei der Weltgymnaestrada in vollen Zügen. „Turnen macht mir einfach Spaß.“VN/PAULITSCH

Diny van der Kooij aus den Niederlanden ist die älteste Teilnehmerin der Weltgymnaestrada.

Tanja Schwendinger

Dornbirn Im Jahr 1953 wurde in Rotterdam die erste Weltgymnaestrada ausgetragen. 5000 Athleten aus 14 Nationen nahmen damals daran teil, darunter auch Diny van der Kooij aus den Niederlanden. Heute ist die rüstige Seniorin 88 Jahre alt und die älteste von 18.000 Teilnehmern der Weltgymnaestrada in Vorarlberg. Ihre Begeisterung fürs Turnen zieht sich schon durch ihr ganzes Leben: „Ich habe mit vier Jahren mit Gymnastik angefangen, das hat mich immer schon begeistert“, erzählt Diny gegenüber den VN. Tägliche Sporteinheiten sind für die Holländerin bis heute unverzichtbar, auch „wenn es mittlerweile wegen des Alters schon ein bisschen schwerer fällt“, gesteht Diny. Auf ihrem Crosstrainer strampelt sich Diny regelmäßig fit, und alle zwei Wochen geht es zum Gymnastikunterricht mit den Mitgliedern des Holländischen Vereins Meerkerk.

Ein Österreich-Fan

Auf die diesjährige Weltgymnaestrada hat sich Diny besonders gefreut, denn in Österreich hat die Rentnerin gemeinsam mit ihrer Familie schon zahlreiche Skiurlaube und Weihnachtsfeiertage verbracht. „Ich liebe die Berge und das Essen“, schwärmt Diny, die sich noch gut an die vergangene Weltgymnaestrada vor zwölf Jahren in Vorarlberg erinnern kann. „Das Team und die Organisation sind einfach perfekt. Hier fühlt man sich wohl.“

Gemeinsam mit ihrer 45-köpfigen Turngruppe, den „Andre Rieu Dance Sisters“, mit der sie schon 25 Jahre lang tanzt, trat sie am Wochenende die 14-stündige Busreise von Holland nach Vorarlberg an. „Mein Sohn wollte mich begleiten, aber ich wollte alleine fahren“, erzählt sie mit einem Schmunzeln. Ihr Sohn Hugo und ihre Tochter Renée ließen es sich dennoch nicht entgehen, mit dem Auto nachzureisen, um ihre Mutter bei ihren Auftritten anzufeuern und sie während der aufregenden Woche zu begleiten. Eine Sonderbehandlung aufgrund ihres Altes möchte Diny keinesfalls genießen. Genau wie alle anderen Teilnehmer ist die 88-Jährige nicht etwa in einem komfortablen Hotel, sondern in einer spartanisch eingerichteten Volksschule in Dornbirn untergebracht. „Das Beste an dieser Veranstaltung ist, dass mich die jungen Teilnehmer fit halten. Ich fühle mich gleich viel jünger“, schwärmt sie. Und fit muss die 88-Jährige in dieser Woche sein, schließlich wird auch sie ein umfangreiches Programm mit einigen Auftritten absolvieren. Nach ihrem ersten Auftritt am Montag stehen für die „Andre Rieu Dance Sisters“ am Donnerstag und am Freitag in der Messehalle in Dornbirn weitere Auftritte auf dem Programm.