Ärzte auf der Gymnaestrada im Dauereinsatz

11.07.2019 • 20:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Der Dornbirner Arzt Dr. Robert Spiegel behält im Medical Center am Dornbirner Messegelände den Überblick. Mittlerweile haben er und sein Team rund 700 Patienten behandelt. VN/STEURER

Knochenbrüche und Prellungen. Ärzteteam im Medical Center hat alle Hände voll zu tun.

Tanja Schwendinger

Dornbirn Im Medical Center auf dem Dornbirner Messegelände herrscht dieser Tage reger Betrieb. „Wir sind im Dauereinsatz, von 7 Uhr früh bis 12 Uhr nachts“, sagt der Allgemeinmediziner Dr. Robert Spiegel, der mit einem Team aus zwölf Ärzten, zehn Assistentinnen und sechs Rettungssanitätern während der Weltgymnaestrada kleinere und größere Wehwehchen der Turner behandelt. Bis Donnerstagnachmittag hat das Ärzteteam, das ehrenamtlich im Einsatz ist, rund 700 Patienten verzeichnet. „Meistens handelt es sich um Bagatellen wie Knöchelverletzungen und Prellungen, gelegentlich aber auch um Knochenbrüche und Zerrungen“, erklärt der Mediziner. Bei der Eröffnung am Mittwoch kam es zudem zu einigen Hitzekollapsen. „Die Nervosität und der Lärm tun da ihr Übriges, viele junge Menschen sind zusammengebrochen.“

Gravierende Fälle

In den meisten Fällen können die verletzten Turner im Medical Center auf dem Messeareal behandelt werden. Doch es gab auch einige gravierende Fälle, wie einen Herzinfarkt am vergangenen Wochenende. „Der Patient ist glücklicherweise schon wieder aus dem Krankenhaus entlassen worden“, informiert Spiegel. Bislang gab es landesweit 20 Krankenhauseinweisungen. Bis Ende der Woche rechnet Dr. Spiegel im Medical Center mit insgesamt rund 1000 Patienten. „Meist sind es bei solchen Großveranstaltungen zwischen zwei und vier Prozent der Teilnehmer, die zumindest ein Mal ärztliche Hilfe benötigen“, erklärt der Arzt, der über Erfahrungen aus der vergangenen Gymnaestrada und den Olympischen Jugendspielen verfügt.

Neben dem Ärzteteam kümmert sich auch eine Gruppe aus knapp 20 Physiotherapeuten, die abwechselnd im Einsatz sind, um das Wohl der Turner. „Die Physiotherapeuten behandeln überwiegend Muskelzerrungen und ältere Verletzungen. Auch dort herrscht reger Betrieb.“