Miharu Versell-Sera: „Die Gymnaestrada ist ein Fest“

12.07.2019 • 19:30 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Miharu Versell-Sera

Die aus Japan stammende Noflerin Miharu Versell-Sera unterstützt die japanische Gymnaestrada-Delegation als Dolmetscherin.

Gernot Schweigkofler

Feldkirch Miharu Versell-Sera lebt seit über zwanzig Jahren im Feldkircher Stadtteil Nofels. Nach Vorarlberg hat sie die Liebe zu einem Montafoner geführt, den sie in ihrer Heimatstadt Kumamoto kennenlernte. Die Mutter zweier erwachsener Kinder arbeitet heute in der Schülerbetreuung und als Badminton-Trainerin. Und bei Veranstaltungen wie der Gymnaestrada oder auch dem Zehnkampf-Meeting in Götzis kümmert sie sich um japanische Besucher. 

„Ich habe schon vor zwölf Jahren mitgearbeitet“, erinnert sich Versell-Sera. „Damals hatten wir aber kaum direkten Kontakt zu den japanischen Teilnehmern.“ Heuer ist alles anders, die Wahlfeldkircherin hatte bereits 2018, bei einem Vorabbesuch der japanischen Delegationsleiter, Kontakt aufgenommen. „Das hat sehr geholfen, so konnte eine Vertrauensbasis aufgebaut werden.“ Jetzt ist sie täglich bei den 330 Japanern dabei, wenn diese auftreten oder das Land erkunden. Ihre Hauptaufgabe ist dabei das Übersetzen, aber auch sonst steht viel an. „Ich habe den Teilnehmern zum Beispiel die wichtigsten Speisen wie Schnitzel, Kässpätzle und Kaiserschmarren erklärt“, immerhin sollen die Besucher aus Fernost auch die hiesige Küche kennenlernen. Auch Souvenir-Tipps seien gefragt.

Die Noflerin schätzt an der Gymnaestrada, dass die Veranstaltung eher zwanglos ist. „Es ist kein Wettbewerb“, meint sie. „Die Gymnaestrada ist ein Fest.“ Diese Lockerheit spiegle sich auch bei den japanischen Teilnehmern. Vorab wurde viel Wert auf detaillierte Planung gelegt, mittlerweile lege man oft eine „Geht schon“-Mentalität an den Tag. Ein Wermutstropfen sei, dass das Programm so dicht ist, dass sich kaum Zeit für Stadtführungen oder Ähnliches finde. Aber auf ein Schnitzel in die Schattenburg hat Versell-Sera schon viele japanische Gäste geschickt. So viel Zeit muss sein.

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