50 Jahre Mondlandung: Vorarlberger Promis erinnern sich

Vorarlberg / 20.07.2019 • 09:30 Uhr / 15 Minuten Lesezeit
Drei Männer, die Geschichte schrieben: Neil Arm­strong, Michael Collins und Buzz Aldrin.
Drei Männer, die Geschichte schrieben: Neil Arm­strong, Michael Collins und Buzz Aldrin.

Vor 50 Jahren betrat Neil Armstrong als erster Mensch den Mond.

Schwarzach In der Nacht vom 20. auf den 21. Juli 1969 saßen rund 600 Millionen Menschen weltweit vor dem Radio oder blickten gebannt auf unscharfe Schwarz-Weiß-Bilder im Fernsehen. 109 Stunden, 24 Minuten und 15 Sekunden nachdem die Saturn-V-Rakete mitsamt den drei Astronauten Michael Collins, Buzz Aldrin und Neil Armstrong sowie dem Raumschiff Columbia am Cape Canaveral in Florida gestartet war, steht Neil Armstrong um 3.56 Uhr und 15 Sekunden (MEZ) als erster Mensch der Welt auf dem Mond und sagt: „Ein kleiner Schritt für den Menschen, aber ein riesiger Sprung für die Menschheit.“

„Die Menschheit hat den ersten Griff nach den Sternen getan. (…) Der Astronaut Neil Armstrong hat heute um 3.57 Uhr MEZ als erster Mensch den Mond betreten. Gekleidet in seinen Raumanzug setzte der Kommandant von Apollo 11 seinen linken Fuß zuerst auf den Erdtrabanten“, schrieben die VN am 21. Juli 1969. Die Ausgabe wurde erst in den frühen Morgenstunden gedruckt. Dadurch war es möglich, noch am selben Tag über das Ereignis in 384.400 Kilometer Entfernung zu berichten und als erste Zeitung das erste Bild vom Betreten des Mondes zu veröffentlichen. Der Bludenzer Astronom Robert Seeberger war damals neun Jahre alt und gerade mit seinen Eltern auf Urlaub an der Adria. „Spät am Abend sind dann so unscharfe schwarz-weiße Bilder im Fernseher gekommen und jeder ist aufgeblieben. Man hat gewusst, es ist etwas ganz Großes, auch als Neunjähriger“, erinnert sich der heute 59-Jährige.

Grandiose technische Leistungen

Die legendären Bilder vom Juli 1969 zeigen eine der grandiosesten technischen Leistungen in der Geschichte der Menschheit. Um den Wettlauf mit der Sowjetunion um die Führung im Weltraum zu gewinnen, arbeiteten während der achtjährigen Entwicklungsarbeit rund 400.000 Menschen am Projekt Apollo. Die 110 Meter hohe Saturn-Einwegrakete wurde in aufrechter Position in einer riesigen Montagehalle zusammengebaut. Die fast 140 Meter hohen Tore des Vehicle Assembly Building (VAB) sind laut Nasa die größten der Welt, sie zu öffnen oder zu schließen dauert 45 Minuten. Zwei Kräne in der Halle können bis zu 325 Tonnen heben. Trotzdem sind sie nach Nasa-Angaben genau genug, um ein Objekt auf ein Ei abzusenken, ohne es zu zerbrechen. „Wenn man so etwas erreichen kann, wie auf den Mond zu fliegen, dann müsste man eigentlich alles auf der Welt schaffen. Man denke nur, was für primitive Computertechnologie sie im Vergleich zu heute hatten“, meint Seeberger und rechnet vor: „Der Bordcomputer der Landeeinheit Egale wog 32 Kilo und war 2000 Mal langsamer als ein durchschnittliches Smartphone von heute, der Speicherplatz war ein bis zwei Millionen Mal kleiner.“ Probleme habe es aber eigentlich nur bei der Landung gegeben. Als Neil Armstrong das Landemanöver in Gang setzte, blinkten Alarmleuchten auf, eine Warnung nach der anderen wurde abgegeben. „Der Computer hat sich aufgrund der Bodenformationen nicht ausgekannt. Armstrong landete in Absprache mit Houston schließlich händisch. Wenn er dafür fünf bis zehn Sekunden länger gebraucht hätte, wäre der Treibstoff ausgegangen und sie wären nicht mehr zurück zum Mutterschiff gekommen. Das waren richtige Abenteurer“, unterstreicht der Bludenzer Astronom.

Seit der letzten Apollo-Mission im Jahr 1972 hat kein Mensch mehr den Mond betreten. Vor einiger Zeit ist er allerdings wieder in Mode und eine Art zweites Wettrennen in Gang, an dem sich neben Russland und den USA diesmal auch China, Indien, Israel, Japan, Südkorea und die europäische Raumfahrtagentur Esa beteiligen. „Man möchte den Mond als Zwischenstation für eine bemannte oder unbemannte Reise zum Mars etablieren. Von der Mondoberfläche kommst du viel leichter weg als von der Erdoberfläche“, berichtet Seeberger. Um die Schwerkraft der Erde zu überwinden, sei eine Geschwindigkeit von rund 40.000 km/h nötig. „Auf dem Mond ist es nur eine Sechstel davon. Das heißt, man braucht weniger Treibstoff und Energie.“ Die Spuren, die Armstrong und seine Kollegen auf dem Erdtrabanten hinterlassen haben, sind heute noch zu sehen – den fehlenden klimatischen und geologischen Aktivitäten sei Dank. Der Experte erläutert: „Wenn ein Fußabdruck einmal oben ist, dann bleibt er so lange dort, bis zufällig ein Meteorit einschlägt und den Sand oder das Gestein aufwirbelt.“ VN-GER

Die Spuren, die die Apollo-Astronauten auf dem Mond hinterlassen haben, sind heute noch zu sehen.
Die Spuren, die die Apollo-Astronauten auf dem Mond hinterlassen haben, sind heute noch zu sehen.

Vorarlberger Promis erinnern sich:

Ich kann mich erinnern, dass wir ganz frisch einen Fernseher hatten und die ganze Familie rundum gesessen ist und geschaut und gestaunt hat. Man hat sich gefragt, wie das funktionieren kann. Kann man dort laufen, kann man dort reden, kann man dort überhaupt schnaufen? Es war einfach sehr aufregend und eine ganz neue Welt. 50 Jahre danach schaue ich noch auf den Mond beim Blumengießen, beim Haareschneiden, bei Operationen oder beim Nägelfeilen, und wenn Vollmond ist, geht er mit total auf die Nerven, weil ich dann nicht schlafen kann. Gabi Fleisch (60), Kabarettistin

Ich kann mich erinnern, dass wir ganz frisch einen Fernseher hatten und die ganze Familie rundum gesessen ist und geschaut und gestaunt hat. Man hat sich gefragt, wie das funktionieren kann. Kann man dort laufen, kann man dort reden, kann man dort überhaupt schnaufen? Es war einfach sehr aufregend und eine ganz neue Welt. 50 Jahre danach schaue ich noch auf den Mond beim Blumengießen, beim Haareschneiden, bei Operationen oder beim Nägelfeilen, und wenn Vollmond ist, geht er mit total auf die Nerven, weil ich dann nicht schlafen kann. Gabi Fleisch (60), Kabarettistin

Ich kann mich noch genau daran erinnern. Ich war auf der Alpe. Einen Fernseher gab es dort natürlich nicht, überhaupt hatten wir damals noch keinen Fernseher, aber ich habe die Landung voller Spannung vor dem Radio mitverfolgt. In der Früh kam dann in den ersten Nachrichten, dass Neil Armstrong den Mond betreten hat. Das war eine Sensation. Ich kann mich sonst an keine einzige Radiosendung mehr erinnern, aber die ist mir im Gedächtnis geblieben. Erich Schwärzler (66), Altlandesrat und VN-Ombudsmann

Ich kann mich noch genau daran erinnern. Ich war auf der Alpe. Einen Fernseher gab es dort natürlich nicht, überhaupt hatten wir damals noch keinen Fernseher, aber ich habe die Landung voller Spannung vor dem Radio mitverfolgt. In der Früh kam dann in den ersten Nachrichten, dass Neil Armstrong den Mond betreten hat. Das war eine Sensation. Ich kann mich sonst an keine einzige Radiosendung mehr erinnern, aber die ist mir im Gedächtnis geblieben. Erich Schwärzler (66), Altlandesrat und VN-Ombudsmann

Da ich damals erst sechs Jahre alt war, kann ich mich nicht mehr an alle Details erinnern, aber an ganz viele. Wir sind die ganze Nacht vor dem Schwarz-Weiß-Fernseher gesessen. Ich erinnere mich vor allem daran, was meine Eltern gesagt haben. Vor zehn, 15 Jahren habe ich dann Buzz Aldrin mehrmals beim Abendessen oder beim Skifahren getroffen. Er ist ein sehr umgänglicher Mann und lustig, sogar sehr lustig. Es gibt ja immer noch die Verschwörungstheorien, dass die Mondlandung in Hollywood stattgefunden hat und nur ein Fake war. Als Aldrin darauf einmal von einem Mann in Kalifornien angesprochen wurde, hat er ihm voll eine aufgelegt. Darüber haben wir auch geredet. Du kannst dich mit ihm über alles unterhalten. Er ist wirklich ein guter Kumpel, mit dem man auch mal ein paar Gläser Wein oder Bier trinken kann. Marc Girardelli (56), Skilegende

Da ich damals erst sechs Jahre alt war, kann ich mich nicht mehr an alle Details erinnern, aber an ganz viele. Wir sind die ganze Nacht vor dem Schwarz-Weiß-Fernseher gesessen. Ich erinnere mich vor allem daran, was meine Eltern gesagt haben. Vor zehn, 15 Jahren habe ich dann Buzz Aldrin mehrmals beim Abendessen oder beim Skifahren getroffen. Er ist ein sehr umgänglicher Mann und lustig, sogar sehr lustig. Es gibt ja immer noch die Verschwörungstheorien, dass die Mondlandung in Hollywood stattgefunden hat und nur ein Fake war. Als Aldrin darauf einmal von einem Mann in Kalifornien angesprochen wurde, hat er ihm voll eine aufgelegt. Darüber haben wir auch geredet. Du kannst dich mit ihm über alles unterhalten. Er ist wirklich ein guter Kumpel, mit dem man auch mal ein paar Gläser Wein oder Bier trinken kann. Marc Girardelli (56), Skilegende

Ich weiß noch ganz genau, wie das war. Ich war damals im Bundesheer. Die ganze Kompanie ist in der Kaserne in Lochau in einem großen Aufenthaltsraum vor einem Fernsehgerät gesessen und hat sich das angeschaut, auch anschauen müssen. Ich persönlich war die ganze Nacht dort und kann mich auch noch an jeden Satz von Hugo Portisch und der anderen Moderatoren, die das journalistisch begleitet haben, erinnern. Die Mondlandung war ein Riesenhype und etwas vom Beeindruckendsten, was ich erlebt habe. Es ist ungeheuerlich, was das für eine Leistung war. Dass es wirklich möglich ist, auf einem anderen Himmelskörper als Mensch zu landen. Eigentlich war es fast zu früh, die Technik war teils über ihrem Limit, das hat man auch bei Apollo 13 gesehen. Es hätte jederzeit etwas passieren können, aber es ist zum Glück alles gut gegangen. Das Highlight des Summer of 69 . . . Reinhold Bilgeri (69), Musiker, Autor, Regisseur

Ich weiß noch ganz genau, wie das war. Ich war damals im Bundesheer. Die ganze Kompanie ist in der Kaserne in Lochau in einem großen Aufenthaltsraum vor einem Fernsehgerät gesessen und hat sich das angeschaut, auch anschauen müssen. Ich persönlich war die ganze Nacht dort und kann mich auch noch an jeden Satz von Hugo Portisch und der anderen Moderatoren, die das journalistisch begleitet haben, erinnern. Die Mondlandung war ein Riesenhype und etwas vom Beeindruckendsten, was ich erlebt habe. Es ist ungeheuerlich, was das für eine Leistung war. Dass es wirklich möglich ist, auf einem anderen Himmelskörper als Mensch zu landen. Eigentlich war es fast zu früh, die Technik war teils über ihrem Limit, das hat man auch bei Apollo 13 gesehen. Es hätte jederzeit etwas passieren können, aber es ist zum Glück alles gut gegangen. Das Highlight des Summer of 69 . . . Reinhold Bilgeri (69), Musiker, Autor, Regisseur

An die Details, wie es genau abgelaufen ist, kann ich mich nicht mehr erinnern. Was ich noch weiß, ist, dass wir damals einen gebrauchten Schwarz-Weiß-Fernseher hatten und die ganze Nacht davor gesessen sind. Der Empfang war nicht immer gut, aber wenn man wie ich mit der Fliegerei sehr verwurzelt ist, hat man dieses Ereignis natürlich mit Spannung verfolgt. Es war schon etwas Einmaliges. Rolf Seewald (77), Vorarlberger Flugpionier

An die Details, wie es genau abgelaufen ist, kann ich mich nicht mehr erinnern. Was ich noch weiß, ist, dass wir damals einen gebrauchten Schwarz-Weiß-Fernseher hatten und die ganze Nacht davor gesessen sind. Der Empfang war nicht immer gut, aber wenn man wie ich mit der Fliegerei sehr verwurzelt ist, hat man dieses Ereignis natürlich mit Spannung verfolgt. Es war schon etwas Einmaliges. Rolf Seewald (77), Vorarlberger Flugpionier

Chronologie Apollo-11-Mission

16. Juli, 9.32 Uhr (Ortszeit) Tausende Zuschauer jubeln rund ums Cape Kennedy in Florida, als sich die 110 Meter hohe Saturn-V-Rakete mitsamt den drei US-Astronauten Michael Collins, Buzz Aldrin und Neil Armstrong und dem Raumschiff „Columbia“ dröhnend in den Himmel schiebt. Ein Bilderbuch-Start für die Mission „Apollo 11“, die erstmals Menschen auf den Mond bringt. Doch bis zu Armstrongs berühmtem kleinem Schritt ist es noch ein weiter Weg.

9.44 Uhr Nach knapp zwölf Minuten erreicht das Raumschiff den Erdorbit. Die Crew kümmert sich nach dem erfolgreichen Start um kleinere Projekte („Wie ging das noch mal mit dem Zoom von der Kamera?“). Mit einer letzten Zündstufe schießt die Saturn V das Raumschiff aus dem Orbit in Richtung Mond. Die Reste der Rakete werden abgesprengt, nur das Raumschiff und die Landesonde „Eagle“ (deutsch: Adler) fliegen weiter. Damit es dabei nicht einseitig von der Sonne erhitzt wird, dreht es sich mit drei Umdrehungen pro Stunde um die eigene Achse wie ein Brathähnchen – die US-Raumfahrtagentur Nasa spricht von „Barbeque technique“.

17./18. Juli Gut gelaunt, so klingt es jedenfalls im Funkverkehr, bereiten die drei Astronauten die Annäherung an den Mond vor. Nennenswerte Probleme gibt es nicht, die Crew kann bis zu zehn Stunden pro Nacht schlafen. Nicht alles, was das Team in Houston und die „Columbia“-Mannschaft in dieser Phase besprechen, ist hohe Wissenschaft. Es geht auch um profanere Fragen wie die Temperatur des morgendlichen Kaffees („nicht brühend heiß, aber warm“) oder – aus heutiger Sicht recht unspektakuläre – Beobachtungen zum Wetter auf der Erde. So gibt etwa Aldrin zu Protokoll, dass Großbritannien deutlich grüner sei als Spanien.

19. Juli Der Mond rückt näher. Die „Columbia“ fliegt aus dem Bereich der Anziehungskraft der Erde in den, in dem die Anziehungskraft des Mondes auf sie einwirkt. Hinter dem Mond schwenkt das Raumschiff mit einem Bremsmanöver auf eine Umlaufbahn um den Mond ein.

20. Juli Armstrong und Aldrin stellen sich – denn es gibt keine Sitze – in die Landefähre „Eagle“. Von Kabeln werden sie gehalten. Die Landefähre wird vom Mutterschiff abgekoppelt. Sie sei „der am komischsten aussehende Apparat, den ich je am Himmel sah“, sagt Collins später. Nasa-intern wird die Fähre auch „fliegendes Bettgestell“ genannt. Collins wird auf einer Umlaufbahn etwa 111 Kilometer über dem Mond auf seine Kollegen warten. Im Landeanflug gibt der Bordcomputer mehrfach Alarm – später stellt sich Überlastung als Ursache heraus. Houston gibt nach fieberhaften Beratungen Anweisung, die Fehlermeldungen zu ignorieren. Während des gut zwölfminütigen Landemanövers funkt Armstrong zudem: „ziemlich felsige Gegend“. Der Autopilot fliegt die „Eagle“ auf einen Platz voller Geröll zu, Armstrong korrigiert den Kurs und steuert einen ebenen Landeplatz an.

15.17 Uhr Die Nasa in Houston empfängt die ersten Worte eines Menschen von der Oberfläche eines fremden Himmelskörpers: „Maschinen aus. Houston, hier ist Tranquility Base. Der Adler ist gelandet.“ Jubel auf der Erde. „Ihr habt ein paar Leute fast blau anlaufen lassen, wir atmen wieder“, funkt Mission Control zurück. Die Astronauten melden sich fortan als Tranquility Basis, benannt nach dem Landeplatz im Mare Tranquilitatis. In den ersten Stunden nach der Landung bereiten Armstrong und Aldrin zunächst die Rückkehr zum Mutterschiff vor, essen etwas und ruhen sich kurz aus. Sechseinhalb Stunden nach der Landung auf dem Mond und fast 110 Stunden nach dem Abflug von der Erde öffnet Armstrong die Luke der „Eagle“. Die Oberfläche sei von einem feinen, geradezu puderhaften Material bedeckt, berichtet er von der Leiter aus.

21.54 Uhr (03.54 Uhr MEZ) Armstrong setzt an, von der letzten Stufe zu hopsen. Ein kleiner Schritt sei das für einen Menschen, aber ein gewaltiger Sprung für die Menschheit, sagt Armstrong. Geschätzt mehr als eine halbe Milliarde Menschen schauen am Fernseher zu. Aldrin beobachtet die Szene aus der „Eagle“. Knapp 20 Minuten später steigt auch er herunter. „Schöne Aussicht“, ist sein erster Eindruck. „Ist das nicht was? Herrliche Sicht hier“, stimmt Armstrong ihm zu. Schließlich hat auch Aldrin seinen poetischen Moment: „Herrliche Trostlosigkeit.“ Houston schaltet US-Präsident Richard Nixon auf den Mond durch. „Das muss der historischste Anruf sein, der je aus dem Weißen Haus getätigt wurde“, sagt er und gratuliert den beiden. Auch für den Fall eines Scheiterns von „Apollo 11“ hatte Nixon eine Rede vorbereitet. Die Astronauten führen ein paar eher simple Experimente durch, rammen die US-Fahne in den Mondboden, hinterlassen eine Plakette und sammeln Gesteinsproben. Zweieinhalb Stunden nach Armstrongs Schritt auf den Mond sind beide Astronauten wieder in der Landefähre. Sie verstauen die Proben, werfen unnötig gewordene Ausrüstung aus der Kabine und versuchen schließlich etwas zu schlafen.

21. bis 23. Juli Gut 21,5 Stunden nach ihrer Landung zünden die beiden die Aufstiegsstufe der „Eagle“ und verlassen den Mond. Zweieinhalb Stunden später dockt die Fähre wieder an der „Columbia“ an. Aldrin und Armstrong kommen mit den Proben an Bord. Danach wird die „Eagle“ abgedockt und zurückgelassen. Weitere rund sieben Stunden später zündet die „Columbia“ den Antrieb für den Rückflug zur Erde.

24. Juli Das Raumschiff erreicht eine Erdumlaufbahn. Kurz darauf dockt die Crew das hintere, größere Service-Modul der „Columbia“ vom Kommando-Modul ab. Von der 110 Meter hohen Rakete, mit der „Apollo 11“ startete, ist etwa 195 Stunden und 1,5 Millionen Kilometer später nur noch das gut drei Meter hohe und knapp vier Meter breite, konisch geformte Kommando-Modul übrig. Darin dringen die Astronauten wieder in die Erdatmosphäre ein und landen im Pazifik. Wieder jubelt Houston, als Armstrong sich aus der gelandeten Kapsel meldet – mindestens so laut wie bei der Landung auf dem Mond.