Über 20 Millionen für Wasserprojekte

Vorarlberg / 28.07.2019 • 18:57 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Auch in Fußach wurde kürzlich ein Pumpwerk eingebaut. VOL/Rauch
Auch in Fußach wurde kürzlich ein Pumpwerk eingebaut. VOL/Rauch

Land und Gemeinden stecken Millionen in wichtige Infrastruktur.

Schwarzach Wer dieser Tage aus dem Fenster blickt und die Wassermassen sieht, die sich über Vorarlberg ergießen, hofft auf größtmögliche Kapazität von Pumpwerken. Wer die paar Tage zuvor ob der Hitze kräftig ins Schwitzen geraten ist, war sicherlich froh über die gut ausgebaute Trinkwasserversorgung. Wer nicht jeden Tropfen Körperflüssigkeit über die Haut verlor, durfte ohne Bedenken die Toilettenspülung betätigen, weil die Abwassernetze funktionieren. Alles zusammen nennt sich Wasserinfrastruktur. Damit diese auch weiterhin funktioniert, nehmen Vorarlbergs Gemeinden viel Geld in die Hand. Allein von Jänner bis Juli starteten 30 Projekte für insgesamt 21,26 Millionen Euro. Das geht aus den Presseaussendungen des Landes hervor, die heuer zu diesem Thema schon erstellt wurden.

Pumpwerk in Hard

Die Projekte verteilen sich über Gemeinden und Regionen im ganzen Land: Gaschurn, Viktorsberg, Mittelberg, Hohenems, Walgau, Blons, Eichenberg, Egg, Nüziders, Blons, Schlins, Hofsteig, Nüziders, Dornbirn, Feldkirch, Lech, Röthis, Raggal, Bürserberg, Hörbranz, und jüngst: Hard, Fußach, Höchst, Schwarzenberg und Warth. Allein in Hard werden zum Beispiel 925.000 Euro in die Pumpwerke in Erlach und die Kanäle in der Erlachstraße gesteckt. In Fußach werden 580.000 Euro benötigt, um Änderungen nach dem Umbau der Brücke der Landesstraße L 202 vorzunehmen. Die Wasserleitung bei der Rheinbrücke wird durch eine Unterquerung des Rheins mittels Spülbohrverfahrens ersetzt. In Höchst wird ein digitales Leitungsinformationssystem für die Wasserversorgungsanlage um 400.000 Euro installiert. In Mittelberg muss bei der Breitachklamm gebaut werden, Warth erstellt einen Kanalkataster.

2,7 Millionen in Blons

Das teuerste Projekt ist in Blons. Dort werden um 2,7 Millionen Euro die Wasserleitungsnetze der neu zusammengeschlossenen Wassergenossenschaften Blons-Kirchdorf und Valentschina verbunden. Auch der Hochbehälter Kirchdorf wird runderneuert. In Gaschurn werden in die Wasserversorgung im Bereich Gundalatscherberg ebenfalls über zwei Millionen Euro investiert. Es ist geplant, die Mittelmaisäß- und die Zerfallquelle zu fassen, entsprechende Quellableitungen zu verlegen, den Hochbehälter Mittelmaisäß zu errichten, Druckreduzierschächte anzulegen und eine moderne Steuerungs- und Überwachungsanlage zu installieren. Die aktuellen Anlagen stammen aus den Jahren 1965 und 1966.

Mehr als ein Viertel der Summe kommt aus dem Landesbudget, insgesamt 5,7 Millionen Euro. Für die jüngsten sechs Projekte sind es 600.000 von 2,7 Millionen Euro. Die Landesregierung spricht von einer Kernaufgabe der öffentlichen Hand, kontinuierlich in die Wasserinfrastruktur zu investieren.

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