Neue Schuldirektorin in Lustenau

14.08.2019 • 12:35 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Simone Grabner-Vogel unterrichtet seit zehn Jahren am Sonderpädagogischen Zentrum Lustenau und übernimmt bald dessen Leitung.

Die neue SPZ-Chefin Simone Grabner-Vogel im VN-Interview.

lustenau Nachdem sich Uli Bösch nach 21-jähriger Tätigkeit als Direktorin in die Pension verabschiedete (insgesamt war sie 41 Jahre im Schuldienst, 20 davon als Lehrerin), folgt ihr die langjährige Pädagogin Simone Grabner-Vogel als Schulleiterin nach. Die Gründung der Schule im Jahr 1968 geht auf die Initiative des im Mai verstorbenen verdienstvollen Sonderschuldirektors Oskar Riedmann zurück. Das SPZ (Sonderpädagogisches Zentrum) in der Rotkreuzstraße besteht seit 1985. Auf der Homepage der Marktgemeinde ist zu lesen: „Das Sonderpädagogische Zentrum ist eine Schule für Kinder mit besonderen Bedürfnissen. Das Kind und seine Fähigkeiten stehen im Mittelpunkt der Arbeit an dieser Schule.“ Das Lehrerkollegium besteht aus 24 Lehrpersonen, unterrichtet wird in acht Klassen.

Frau Grabner-Vogel, was hat Sie bewogen, sich um den Posten der Direktorin zu bewerben?

Nach den vielen Jahren im Schuldienst habe ich bemerkt, dass ich mich beruflich gerne verändern möchte.

Worin sehen Sie Ihre Stärken?

Ich arbeite sehr gerne im Team und scheue mich auch nicht davor, Verantwortung zu übernehmen.

Was waren bisher Ihre Aufgaben an der Schule?

Ich habe gemeinsam mit meiner Kollegin Valerie Ender eine Klasse geführt, außerdem bin ich seit zehn Jahren für die Schulhomepage verantwortlich.

Ist der neue Posten eine große Herausforderung für Sie oder sehen Sie dem Amt gelassen entgegen?

Ca. 85 Prozent von mir freuen sich auf die neue Aufgabe, die restlichen 15 Prozent sitzen noch ein wenig nervös im Keller herum.

Was sind Ihre Visionen für die Schule?

Ich möchte dem SPZ ein guter „Leithammel“ auf dem Weg in den Campus Rotkreuz sein. Gleichzeitig ist es ein langjähriges Ziel von mir, der Bevölkerung das SPZ als sinnvolle Alternative für Kinder mit besonderen Bedürfnissen nahezubringen.

Haben Sie vor, die Schule in gewohnter Manier weiterzuleiten oder haben Sie schon neue Ideen?

Da ich seit zehn Jahren am SPZ unterrichte, weiß ich genau, wie gut diese Schule funktioniert und wie selbstständig die verschiedenen Teams arbeiten. Daher sehe ich keine Veranlassung, das Rad neu zu erfinden. Manche Dinge werden sich zwangsläufig anders anfühlen, da ich ein anderer Mensch als meine Vorgängerin bin.

Worin besteht für Sie der Sinn der Sonderschule (des SPZ)?

Aus meiner Sicht ist die Sonderschule eine maßgeschneiderte Institution für Kinder und Jugendliche mit besonderen Bedürfnissen. Für viele von ihnen ist die Inklusion in den Regelschulen eine passende Schulwahl, manche brauchen aber noch eine zusätzliche Wahlmöglichkeit des Schulbesuchs. Und diese stellen wir mit unserem sonderpädagogischen Geschick dar. vv

Zur Person

Simone Grabner-Vogel (48), Direktorin SPZ Lustenau

Geboren 28. Dezember 1970

Familie Verheiratet, drei Kinder

Arbeitsstellen Volksschulen Hittisau, Schönwies, Schwaz; ASO Innsbruck; SPZ Lustenau