Einsatz für Schüler und Schule

Vorarlberg / 06.09.2019 • 19:21 Uhr
Brigitta Amann ist die Leiterin der Schulpsychologie.
              
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Brigitta Amann ist die Leiterin der Schulpsychologie. VN/js

Die Schulpsychologie ist um Schaffung einer förderlichen Lernkultur bemüht.

Bregenz Die Schulpsychologie: Seit mehr als 50 Jahren ist sie fester Bestandteil des Schulsystems. Die Wahrnehmung in der Öffentlichkeit unterscheidet sich trotzdem immer noch von dem, was sie tatsächlich leistet. „Schulpsychologen werden häufig auf die Einzelfallarbeit mit Schülern reduziert“, erzählt deren Leiterin Brigitta Amann.

Umfassendes Tätigkeitsfeld

Dabei ist das Tätigkeitsfeld viel umfassender. „Der Grundauftrag der Schulpsychologen besteht in der Unterstützung von Schülern und Schulen“, betont Amann. Kurz gesagt: Es geht um die Etablierung einer förderlichen Lernkultur. Die Schule soll auch ein Lebensraum sein, in dem sich alle wohlfühlen können.

In Vorarlberg teilen sich elf Schulpsychologinnen und -psychologen 8,7 Vollzeitstellen. Außerdem befinden sich zwei Psychologinnen in Fachausbildung, die als Praktikantinnen erste Erfahrungen in ihrem künftigen Arbeitsbereich sammeln.

Für Brigitta Amann ist es wichtig, Probleme anzugehen, bevor sie sich zuspitzen, sei das bei Schülern oder Lehrern. „Wir stehen im ständigen Kontakt mit Direktoren und Pädagogen. Auf diese Weise lässt sich schnell klären, wo Interventionsbedarf besteht“, verweist Amann auch auf den präventiven Ansatz, den die Schulpsychologie verfolgt. Weiterbildungsangebote für Pädagogen sind ein Teil dieser Strategie, denn laut Studie fühlen sich viele Lehrpersonen stark belastet. Vor allem das auffällige Verhalten von Schülerinnen und Schülern setzt ihnen demnach zu. „Es zählt zu unseren Aufgaben, auch Lehrenden gute Bedingungen zu schaffen“, erläutert Brigitta Amann.

Froh über fachliche Hilfe

Gleiches gilt für die Schülerinnen und Schüler. Hier braucht es jedoch oft psychologische Hilfe. Laut Brigitta Amann haben im Durchschnitt fünf Prozent der knapp 50.000 Schüler im Land direkten Kontakt zu einem Schulpsychologen. Die häufigsten Gründe sind Lern- und Verhaltensstörungen. „Kinder haben oft keine erwachsene Bezugsperson, leben in einem Alleinerzieher-Haushalt oder verfügen über einen niedrigen sozioökonomischen Status“, listet Amann gängige Ursachen für Krisensituationen auf. Handelt es sich nicht zwingend um ein Problem, das in der Schule begründet liegt, werden die Kinder anderen Institutionen zugewiesen. Die Eltern müssen in jedem Fall einverstanden sein, sind den Erfahrungen von Brigitta Amann zufolge aber letztlich froh über die Unterstützung. Der schulpsychologische Dienst arbeitet außerdem eng mit der Schulsozialarbeit zusammen. „Beide Helfersysteme sind wichtig. Wir sind bemüht, das Beste herauszuholen, um für Schüler und Schule im Bedarfsfall effektive Hilfe leisten zu können“, rundet die Leiterin der Schulpsychologie die Ausführungen ab.

„Wir stehen in ständigem Kontakt mit Schuldirektoren und Pädagogen.“

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