Denk dran, heute fängt die Schule wieder an

Vorarlberg / 09.09.2019 • 07:15 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
So wie für Ilija und Karina aus Lustenau beginnt heute für 4800 andere Erstklässler ein neuer Lebensabschnitt. Damit ihr Weg zur Schule auch sicher ist, appellieren die VN mit ihrer Aktion „Denk dran Schulanfang“ an alle Kraftfahrer zur besonderen Rücksichtnahme im Straßenverkehr. VN/STEURER

Worauf jetzt beim Schulanfang – und auch danach – zu achten ist.

Schwarzach Heute ist es so weit – die Schulen öffnen ihre Türen, für 4802 Vorarlberger Kinder zum ersten Mal. Die Schultüten sind organisiert, und auch die Schultaschen stehen in Startposition. Doch was macht einen geglückten Schulstart aus? Was gehört in eine Schultüte, was in die Jausenbox? Braucht ein Schulanfänger schon einen eigenen Schreibtisch? Einige Tipps für den Schulanfang.

Schulweg

Der Schulweg sollte mit Kindern natürlich schon vor dem Schulstart einige Male geübt worden sein. Das heißt: In kindgerechten Worten Gefahrenstellen durchgehen und erklären, bis sie das Kind verinnerlicht hat. Hierbei ist wichtig, dass der kürzeste Weg nicht unbedingt der beste ist. Denn: Sicher muss er sein, möglichst wenig Straßenüberquerungen und Gefahrenzonen sollten vorkommen. Das gehört auch in den Tagen nach Schulstart immer wieder noch einmal geübt. Die VN appellieren mit ihrer Aktion „Denk dran Schulanfang“ an alle Kraftfahrer zur besonderen Rücksichtnahme im Straßenverkehr.

Die Schultasche

Eine schlechte Schultasche kann bereits nach kurzer Zeit zu Rückenproblemen führen. Der medizinische Richtwert einer bepackten Schultasche liegt bei etwa zehn Prozent des Körpergewichts eines Kindes. Ein Mädchen mit 28 Kilo sollte demnach einen Ranzen mit höchstens 2,8 Kilogramm tragen. Schwere Sachen sollten in Rückennähe und ganz nach unten gepackt werden, dann ist die Hebelwirkung nicht so groß. Die Tasche sollte außerdem immer mit beiden Trägern auf dem Rücken getragen werden.

Schultüte

Schulanfänger werden gerne mit einer Schultüte belohnt. Doch Achtung: Schultüten sind oft regelrechte Kalorienbomben. Verschiedenen Untersuchungen zufolge entspricht der Inhalt kauffertiger Tüten bis zu neun Hamburgern. Experten empfehlen deshalb, die Schultüten selber zu füllen. So können zumindest einige Süßigkeiten durch sinnvolle Alternativen wie Äpfel, bunte Radiergummis oder schöne Malfarben ersetzt werden.

Frühstück und Jause

Im Idealfall frühstückt die Familie gemeinsam. Oft ist es aber so, dass Schulkinder gar kein Frühstück zu sich nehmen. Das kann schwerwiegende Auswirkungen auf den Tag und das Aufnahmevermögen haben. Zu einem gesunden Frühstück gehören je nach Belieben Milchprodukte mit Getreideflocken, saisonalen und regionalen Früchten, Milch oder Joghurt. Müslis sollten nicht mit Zucker oder anderen zuckerhaltigen Lebensmitteln gesüßt werden. Bevorzugt das Kind Brot zum Frühstück, sollte man mit Käse oder magerer Wurst und Gemüse belegte Vollkorn- oder Dinkelbrote wählen.

Gesund sollte auch die Jause in der Schule sein: Vollkorn- oder Dinkelbrot mit Salat, Gemüse, Kräutern, Käse, magerer Wurst oder Streichkäse sind ideal. Man kann dem Kind zusätzlich auch Cocktailtomaten oder Karottenstücke oder Obst mitgeben. Als Gehirnnahrung eignen sich Walnüsse oder Trockenobst. Und zum Trinken? Wasser, ein Glas Milch, reine Fruchtsäfte, die mit Wasser verdünnt werden, ungesüßter Früchte- und Kräutertee sind die idealen Getränke.

Hausaufgaben

Hier ist zu empfehlen, dass das Kind einen eigenen Arbeitsplatz – im Optimalfall auch einen eigenen Schreibtisch – hat, um sich voll und ganz auf die Hausübungen konzentrieren zu können. Geschwister dürfen nicht stören, Mutter oder Vater sollten stets in der Nähe sein. Anschließend werden die Aufgaben gemeinsam durchgeschaut – ohne Stress.