Weiterbildung als Garant für Qualitätsjobs

Vorarlberg / 01.10.2019 • 17:45 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Gerade im Bereich Technik existiert ein dramatischer Fachkräftemangel: Weiterbildungsmaßnahmen sollen die Situation entschärfen. HTL

Land Vorarlberg investiert auch weiterhin in die berufsbezogene Aus- und Weiterbildung.

Bregenz Die fachliche Qualifikation ist mehr denn je der Schlüsselfaktor für beruflichen Erfolg. Darin sind sich alle einig. Aus diesem Grund wurde vor 15 Jahren der Bildungszuschuss eingeführt und in diesem Zeitraum von 13.500 Menschen in Anspruch genommen. 14 Millionen Euro ließ sich die öffentliche Hand diese Bildungsmaßnahmen kosten. Der Beitrag des Landes Vorarlberg zu diesem Bildungszuschuss macht etwa die Hälfte des Gesamtbetrages aus.

Durchlässigkeit

Ausdrücklich lobt Wirtschaftslandesrat Karlheinz Rüdisser (ÖVP,64) in diesem Zusammenhang die gute Partnerschaft der Sozialpartner. Das Wirtschaftsförderungsinstitut (WIFI) und die Arbeiterkammer (AK) bieten seit Jahren mit Förderung des Landes vielfältige Weiterbildungsprogramme an. Ein Fokus liegt aktuell auf dem Bereich Digitalisierung, der nahezu alle Lebensbereiche und Berufsfelder mehr und mehr beeinflusst. Mit dem Digital Campus Vorarlberg wurde ein österreichweit einzigartiges Angebot für digitale Berufe und die Vermittlung von digitalen Kompetenzen geschaffen. „Wichtig ist uns bei allen Bildungsmaßnahmen die Durchlässigkeit mit der Möglichkeit für Studienberechtigungsprüfungen als Einstieg für höhere Bildung“, betont der Wirtschaftslandesrat.

Die Unterstützung schließt laut Rüdisser nicht nur die Durchführung der Kurse ein, sondern auch eine zeitgemäße technische Ausstattung.

Hohe Bereitschaft

Die Finanzierungspartner wollen dazu beitragen, dass die Kosten der verschiedenen Bildungsmaßnahmen für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer leistbar bleiben. „Wir wollen möglichst vielen Menschen die Möglichkeit geben, von einem einfachen Zugang zu Aus- und Weiterbildung zu profitieren. Dadurch kann die jetzt schon sehr hohe Bereitschaft zur berufsbegleitenden Aus- und Weiterbildung weiter gestärkt werden“, betont Rüdisser.

Besonders nachgefragt sind das Bildungskonto für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die für eine Aus- bzw. Weiterbildung ihren Beruf stark einschränken oder gar aufgeben müssen. Die letzte Erhöhung des Förderbetrages gab es für diese Personen am 1. Jänner 2018 von maximal 275 auf 300 Euro pro Monat. Auch die Bildungsprämie für Menschen, die Universitätslehrgänge, Fachakademien oder Vorbereitungskurse für die Meisterprüfung besuchen, erfuhr eine Erhöhung des Förderbetrages von maximal 2200 auf maximal 2500 Euro.

Eva King, Bereichsleiterin für Marketing und Grundlagenarbeit bei der Arbeiterkammer Vorarlberg, ist überzeugt davon, dass das große Weiterbildungsangebot ein Grund für die niedrige Arbeitslosigkeit in Vorarlberg ist. Sie verweist in diesem Zusammenhang auch auf die zeitgemäße Qualität der Ausbildung. So können die Studierenden im Bereich „Digital Skills“ das voll digitalisierte Angebot berufsbegleitend in Anspruch nehmen.

Bemerkenswert: Von den Bildungsangeboten machen Vertreter der verschiedensten Bevölkerungsschichten Gebrauch: Quereinsteiger, Jobwechsler, bis hin zu Arbeitslosen.