Seenotalarm auf dem Bodensee

Vorarlberg / 11.10.2019 • 15:15 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Auch die Besatzung des Harder Feuerwehrbootes Föhn war am internationalen Seenoteinsatz beteiligt. FEUERWEHR HARD

Ein führerloses Boot aus Vorarlberg sorgte am Freitagmorgen für einen internationalen Einsatz.

Hard, Wasserburg Im Bereich Wasserburg wurde am Morgen ein Boot mit Vorarlberger Kennzeichen ohne Besatzung entdeckt. Nachdem das Boot in den Hafen Wasserburg geschleppt worden war, lösten die Einsatzkräfte internationalen Seenotalarm aus. Aufgrund der Auffindungssituation und der Zeit wurde zunächst vermutet, dass der Bootsführer über Bord gegangen ist. An der Suche nach der möglichen Besatzung beteiligten sich auch Einsatzkräfte aus Vorarlberg. So rückten neben der Wasserrettung auch das Polizeiboot und das Feuerwehrboot Föhn zur Suche aus.

Bootseigentümer angetroffen

Mit elf Einsatzbooten wurde das Seegebiet zwischen Rohrspitz, Argenmündung und Schachener Bucht nach einer möglichen Person im Wasser abgesucht. An der Suche waren auch der Rettungshubschrauber aus Friedrichshafen und ein Polizeihubschrauber aus Bayern beteiligt.

Die weiteren Ermittlungen beim Vorarlberger Bootseigentümer ergaben, dass das Boot in den letzten Tagen nicht von einer berechtigten Person benutzt wurde. Derzeit wird davon ausgegangen, dass das Boot durch den Südwind in der Nacht von Donnerstag auf Freitag vom Hafen am Rohrspitz nach Wasserburg getrieben wurde. Ungeklärt ist derzeit, wie das Boot aus dem Liegeplatz im österreichischen Hafen kam. Gegen Mittag wurde die Suche eingestellt, da es keine weiteren Anhaltspunkte für eine vermisste Person gab. Am Einsatz waren Kräfte der Wasserwacht Lindau und Nonnenhorn, des BRK Lindau, der Feuerwehren aus Lindau, Wasserburg und Hard, der Österreichischen Wasserrettung, der Wasserschutzpolizeien aus Friedrichshafen und Langenargen und der Polizeiinspektion Lindau beteiligt.