Ein Hauch von James Bond weht durch Vorarlberg

Vorarlberg / 22.10.2019 • 10:00 Uhr / 5 Minuten Lesezeit

Mit „Golden Board“ hat Filmemacher Niko Mylonas einen Ländle-Agenten-Thriller à la James Bond gedreht. Nun feiert der Film Premiere.

Tanja Schwendinger

Bludenz Der Vorarlberger Filmemacher Niko Mylonas präsentiert mit „Golden Board“ seinen bereits 15. Spielfilm. Der Ländle-Agenten-Thriller handelt vom berüchtigten „Golden Board“, eine Hardware mit extremer Zerstörungskraft, die in einer Fabrik in China hergestellt wird. Der Baron (Wolfgang Burtscher) ist hinter dem „Golden Board“  her. Er plant an die Weltmacht zu gelangen und mit dem „Golden Board“ den Globus zu verwüsten. Vorarlbergs Sicherheitsminister Blum muss das verhindern. Die Einnahmen des Null-Budget-Films, der heute Abend im Kino Bludenz Premiere feiert, kommen der Hilfsorganisation „Stunde des Herzens“ zu- gute.

Wie ist die Idee zum Film „Golden Board“ entstanden?

Ich wollte einen Film machen, der in Vorarlberg bislang einzigartig ist. In „Golden Board“ sprechen die Darsteller im Vorarlberger Dialekt. Außerdem wurde das Drehbuch immer wieder an die Gegebenheiten angepasst. Die Schauspieler – bis auf Anna Elsässer übrigens alle Laienschauspieler – mussten viel improvisieren. Der Anfang war ein steiniger, weil es sich um einen Null-Budget-Film handelt. Ich habe viele Freunde und Freunde von Freunden mobilisiert, mitzumachen. Im Oktober 2017 haben wir die erste Szene gedreht. Im Laufe der Zeit ist das Team immer größer geworden. Insgesamt standen für den Film 85 Darsteller vor der Kamera.

Wie würden Sie Ihren Film beschreiben?

„Golden Board“ ist ein James-Bond, nur ohne Bond (lacht). In unserem Film gibt es keinen Bond, sondern einen Bösewicht und eine Gegenspielerin. Der Baron, gespielt von Wolfgang Burtscher, ist hinter dem „Golden Board“ her. Dieses ist jedoch im Besitz von Lady Black (Edith G. Kaufmann). Im Film kommt auch die Vorarlberger Landesregierung mit ihrem Sicherheitsminister Dr. Blum ins Spiel. Er gibt den Auftrag an die Agenten, das „Golden Board“ sicherzustellen. Am Ende würde ich den Film als eine Mischung aus James Bond, Mission Impossible und Staatsfeind Nr. 1 beschreiben. Auch meine Leidenschaft für Science-Fiction-Filme kommt im Film gut zum Ausdruck.

Woher nehmen Sie die Ideen für Ihre Filme?

Die besten Ideen kommen mir, wenn ich im Bett liege (lacht). Außerdem lasse ich mich von alltäglichen Situationen und von interessanten Menschen, die mir begegnen, inspirieren. Ich bin ein guter Beobachter (lacht). Auch andere Filme sind für mich große Inspirationsquellen.

Welche waren die größten Herausforderungen bei den Dreharbeiten zu „Golden Board“?

Da wir kein Budget zur Verfügung hatten, konnten wir keinen typischen Action-Film mit waghalsigen Stunts oder zerstörten Autos drehen. Daher haben wir ihn in der Form eines eleganten James-Bond der 70er-Jahre gedreht. Eine große Herausforderung war außerdem die Verfolgungsjagd durch die engen Gassen der Fußgängerzone in Bludenz, die wir mitten in der Nacht gedreht haben.

Mit Ihren Filmen haben Sie schon viele Sozialaktionen unterstützt.

Ja, das ist mir ein großes Anliegen, seit ich Ende der 80er-Jahre mit dem Filmemachen begonnen habe. Es gibt viele Familien im Land, die auf Unterstützung angewiesen sind. Statt Eintritt für das Kinoticket zu verlangen, bitte ich um Spenden. Bei „Golden Board“ kommen die Einnahmen der Kinderhilfsorganisation „Stunde des Herzens“ zugute. Ich freue mich, wenn ich Gutes tun kann.

Gibt es schon Pläne für weitere Filmprojekte?

Ja, die Ideen gehen mir so schnell nicht aus (lacht). Ich hatte vor über 25 Jahren schon eine Idee für einen Film, die ich bislang noch nicht umgesetzt habe. Es wird dabei um Wiedergeburt gehen.

„Golden Board“: Premiere am 22. Oktober im Kino Bludenz (nur für geladene Gäste) Weitere Vorstellungen: 23. Oktober (Restkarten Abendkasse), 28. und 29. Oktober, jeweils um 19.30 Uhr. Weitere Termine folgen im November: www.kino-bludenz.at

Trailer zum Film „Golden Board“.