Jugendlicher Enthusiasmus mit viel Brillanz in Weiler

Vorarlberg / 01.11.2019 • 11:45 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Bereits zum zweiten Mal konzertierte die Kammer Philharmonie Vorarlberg in der Pfarrkirche in Weiler. EGLE

Kammer Philharmonie Vorarlberg bei zweiter Auflage des Weiler Herbstes.

Weiler Auf die öffentliche Premiere der Kammer Philharmonie Vorarlberg im Vorjahr folgte nun die zweite Auflage des Weiler Herbstes. Nach dem grandiosen Auftakt 2018 waren die Besucher gespannt auf den Auftritt der 20 jungen Musiker, und diese enttäuschten das Publikum nicht. Sie hatten, wie sie selbst verkündeten, wieder einige „Spielsachen“ mitgebracht, denn „nur beim Spielen erlebt man keinen Druck und keinen Zwang, sondern Lust, Freude und Begeisterung“, wie es Orchesterleiter und Dirigent Stefan Susana ausdrückte.

Lebensfreude

Passend zum jugendlichen Esprit der Musiker, die allesamt entweder aus Vorarlberg stammen oder hier einem Musikstudium nachgehen, wählte man für das Konzert Stücke von Wolfgang Amadeus Mozart (Divertimento in D-Dur) sowie Franz Schubert (Symphonie Nr. 3). Die zwei Komponisten verbindet nicht nur ihr früher Tod, sondern auch der Umstand, dass ihnen der Ruhm zu Lebzeiten nicht vergönnt war. Trotz der Lasten des Lebens versprühen aber sowohl Mozart als auch Schubert jene Lebensfreude und Energie, von der auch die jungen Musiker der Kammer Philharmonie beseelt werden. Die Herz-Jesu-Kirche in Weiler passt wie die sprichwörtliche Faust aufs Auge zu diesem Musikstil. Die Detailverliebtheit und das Farbenspiel des Kirchenschiffs verstärkten das musikalische Erlebnis deutlich.
Anmerkung am Rande: Da die Arbeit des Orchesters als unbezahlbar gilt, wurde kein Eintritt kassiert, sondern nur um wertschätzende freiwillige Spenden gebeten. CEG