Die närrische Zeit ist wieder da

Vorarlberg / 11.11.2019 • 22:45 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
In Bregenz wurde das neue Prinzenpaar vorgestellt: Kornmesser-Wirt Thomas Werzger wird als Prinz Ore LXIV, Thomas III. gemeinsam mit ihrer Lieblichkeit Prinzessin Theresia I. in der närrischen Zeit das Zepter innehaben. VN/HARTINGER

Narren sorgten am 11.11. für viel Trara und „Ta ta ta taaa“.

Bregenz, dornbirn, Feldkirch Fasching und Weihnachten liegen manchmal nahe beieinander. Am Freitag öffnet am Kornmarktplatz in Bregenz der erste Weihnachtsmarkt des Landes seine Pforten. Die Stände stehen bereits. Dazwischen stürzten sich am Montagvormittag die Narren in die fünfte Jahreszeit. Pünktlich um 11.11 Uhr wurde vor der Nepomukkapelle der neue Bregenzer Faschingsprinz präsentiert. Ore, ore oder was?

Die Dornbirner Fasnatzunft lud zum Faschingsauftakt auf den Marktplatz. CTH
Die Dornbirner Fasnatzunft lud zum Faschingsauftakt auf den Marktplatz. CTH

„Das müssen wir noch ein bisschen üben. Es ist jedes Jahr dasselbe. Am 11.11. können sie es noch nicht“, stellt Bürgermeister Markus Linhart nach seinem ersten Faschingsrufversuch fest. Doch es nützt nichts. Luftballons und Krapfen sind verteilt. Fanfarenzug, Narrenpolizei, Alt-Zeremonienmeister, Altprinzen und Prinzessinnen, Narraseckl und Faschingsgesellschaft wollen den Fasching aus seinem knapp achtmonatigen Tiefschlaf holen. „Es ist diesmal bis zwei Uhr in der Früh gegangen, bis wir einen einstimmigen Beschluss hatten“, verrät Ore-Ore-Omann Mandy Strasser. Dann ist es soweit: Ta ta ta taaa! Bregenzer Faschingsprinz 2020 ist der neue Kornmesser-Wirt Thomas Zwerger, künftig besser bekannt als Prinz Ore LXIV., Thomas III. mit seiner Lieblichkeit Prinzessin Theresia I. Wer es werden wird, war bereits davor durchgesickert. „Früher war es noch spannend“, kann eine ältere Dame ihre Enttäuschung darüber nicht verbergen. Nur wenige Meter entfernt parkt ein Lkw des Schaustellerbetriebs Böhler. Auf der Anhängerplane steht: „Heute ist ein guter Tag . . .“ Ob das auch für das neue Prinzenpaar gilt? „Ich glaube, so etwas realisiert man erst in ein, zwei Wochen. Zuerst ist es ein Riesenschock. Mittlerweile ist eine Vorfreude auf einen tollen Kinderfasching da und wir freuen uns“, meint Zwerger, der das Zepter von seinem Vorgänger Markus Mistura überreicht bekam.

In Feldkirch gab es zum Faschingsbeginn den traditionellen Besuch der Spältabürger im Rathaus. Spältabürger/Hupp
In Feldkirch gab es zum Faschingsbeginn den traditionellen Besuch der Spältabürger im Rathaus. Spältabürger/Hupp

Kaum erwarten konnte es auch die Dornbirner Fasnatzunft. Der Fanfarenzug setzte schon eine Minute vor 11.11 Uhr zum Trommelwirbel am Marktplatz an. Nachdem auf der Stiege des Roten Hauses die fünfte Jahreszeit ausgerufen war, wurde im Kulturhaus angestoßen. In Feldkirch hieß es traditionell „Spälta, Spälta“ als die närrische Zeit eingeläutet wurde. Neben Ansprachen von Graf Hugo IX. und Bürgermeister Wolfgang Matt, sorgten vor allem die mitreißenden Stücke der Spältaschränzer für Stimmung in der Montfortstadt.