Neue Heli-Plattform in Dornbirn erhöht Frequenz

Vorarlberg / 11.11.2019 • 19:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Seit der Inbetriebnahme der neuen Landeplattform hat sich die Zahl der Patiententransporte fast verdoppelt. HA

135 Landungen auf Dornbirner Spitalsdach im ersten vollen Betriebsjahr.

Dornbirn Seit der Eröffnung des neuen Helikopter-Landeplatzes auf dem Dach des Dornbirner Stadtspitals hat sich die Zahl der Krankentransporte auf dem Luftweg fast verdoppelt. Für die Stadt ein Beweis, dass sich die 2,5- Millionen-Euro-Investition gelohnt hat.

Über die Zahl der Landungen führt das Stadtspital genau Buch. Nach der Inbetriebnahme Ende Februar 2018 bis Ende des Jahres wurden 95 Anflüge registriert, im Laufe des ersten vollen Betriebsjahres waren es genau 135 Landungen. Heuer wurden bis Ende Oktober 126 Lufttransporte verzeichnet. Sechs Mal wurden Patienten in andere Spitäler überstellt.

Bevor der neue Landeplatz zur Verfügung stand, gab es jährlich zwischen 70 und 80 Flugbewegungen. Durch die Befeuerung der Plattform sind auch Nachtflüge möglich. „Diese werden allerdings nur in extremen Notfällen durchgeführt“, sagt Krankenhausreferent Vizebgm. Martin Ruepp. Die Platzbeleuchtung habe sich vor allem im Winter in den frühen Morgenstunden und am Abend sehr gut bewährt.

Wie die Statistik zeigt, werden vor allem Verletzte aus den Wander- und Skigebieten in der näheren und weiteren Umgebung per Rettungshubschrauber ins Stadtspital transportiert.

„Gespräche mit den Piloten bestätigen, dass der Landeplatz sehr gelobt und geschätzt und gerne angeflogen wird“, ist Ruepp überzeugt, dass das Geld gut angelegt ist.

Lärmbelästigung hält sich in Grenzen

Trotz eines verstärkten Flugaufkommens halten sich die Lärmbelästigungen in Grenzen. Ein Grund ist die Lage der neuen Plattform: Sie befindet sich in 35 Meter Höhe, der alte Landeplatz auf dem Dach des ehemaligen Pflegeheims lag 20 Meter weiter unten. „Bislang sind bei der Stadt jedenfalls keine Meldungen über unzumutbaren Lärm eingegangen“, bedankt sich Ruepp bei den Nachbarn für ihr Verständnis.

Auf Hochtouren läuft im Spital die Erweiterung des OP-Traktes. Neue Säle sind bereits in Betrieb, im nächsten Jahr werden die Aufwachstation und die Zentralsterilisation fertiggestellt. „Ende 2020 soll das 25-Millionen-Euro-Projekt weitgehend fertig sein“, so Ruepp.

Personalentscheidung

In den vergangenen Tagen wurde auch die Position der Pflegedirektion neu besetzt. Ab Jänner 2020 ist Bertram Ladner für die Organisation des Pflegebereichs mit 485 Mitarbeitern zuständig. Er ist auch Mitglied der dreiköpfigen Krankenhausdirektion. HA