Wie Ulrike Vonach Adventmarkt-Besuchern eine Freude macht

Vorarlberg / 19.11.2019 • 11:00 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Als Standlerin im Vorkloster fühlt sich Ulrike Vonach (l.) in ihrem Element.

Vielfalt aus Papier: Dornbirnerin beglückt Adventmarkt-Besucher mit Basteleien.

bregenz Es weihnachtet und wie. Lichterketten schmücken schon Städte und Dörfer, und vielerorts haben bereits Adventmärkte ihre Stände aufgeschlagen. Die einen bleiben länger bestehen, andere nur kurz. In die letztere Kategorie gehört auch das Vorklöschtner Adventmärktle in Bregenz. Dort herrscht am kommenden Sonntag, 24. November 2019, von 9 bis 17 Uhr vorweihnachtliches Markttreiben. Rund um die Kirche Mariahilf gibt es an 50 schön dekorierten  Marktständen ein reichhaltiges Angebot, das Hobbykünstler in ihrer Freizeit geschaffen haben. Auf die Besucher wartet Dekoratives aus Holz, Ton, Stein, Schwemmholz, Metall und Papier. Wie vielfältig Papier verwendet werden kann, zeigt Ulrike Vonach (46) aus Dornbirn. Seit neun Jahren ist sie mit ihren in liebevoller Handarbeit gefertigten Basteleien beim Vorklöschtner Adventmärktle vertreten. Mittlerweile kann sie bereits auf einen kleinen Stammkundenkreis zählen. Der Umsatz ist für Ulrike Vonach zweitrangig. „Mich freuen die Rückmeldungen, die ich von den Marktbesuchern bekomme“, sagt sie zufrieden.

Einfach angefragt

Begonnen hat die kaufmännische Angestellte ihr Standler-Dasein als Besucherin des Adventmärktles. Lange vorher hatten ihr Verwandte und Bekannte schon empfohlen, ihre besonderen Kreationen aus Papier auf Märkten zu verkaufen. „Der Vorklöschtner Adventmarkt hat mir so gut gefallen, dass ich im Lebensraum Bregenz angefragt habe, ob ich wohl einen Stand haben könnte“, erzählt Ulrike Vonach. Ein Jahr später hatte sie ihn. Die Dornbirnerin blieb dem Adventmärktle im Vorkloster bis heute treu. Mehr noch, denn inzwischen ist sie auch beim Ostermarkt regelmäßig dabei.

Genähtes Papier

Jetzt gilt es aber erst einmal, die Wünsche der Kunden für Weihnachten zu erfüllen. Schon im August holt Ulrike Vonach dafür ihre große Bastelschachtel hervor und macht sich an Werk. Die Liebe zur Papierbastelei wurde in der Schule geweckt. Über die Seidenmalerei fand sie zum Werkstoff Papier. Vonach verwendet alles, was brauchbar ist. Zeitungspapier, Verpackungen, übriggebliebene Flyer: Es gibt kaum etwas, das unter ihren geschickten Fingern nicht zu einem Kleinod wird. Bekannte bringen ihr aus dem Urlaub in Laos oft handgeschöpftes Papier mit. Das zu verarbeiten ist Ulrike Vonach eine besondere Freude. Das meiste wird gefaltet und geklebt. Zum Kleben verwendet sie handelsüblichen Klebstoff. Manche der Unikate sind aber auch genäht. Richtig gelesen, Papier lässt sich sogar nähen. „Dabei unterstützt mich meine Mama. Sie ist eine grandiose Näherin“, schwelgt die Tochter in Lob für ihre Mutter. Die Karten, Kuverts, Adventkalender, Anhänger und Nikolaustüten versieht Ulrike Vonach noch mit lieben Sprüchen. Dann sind sie fertig für den Verkauf.

Entwürfe brauchen Zeit

An die 200 verschiedene Stücke hat die begeisterte Bastlerin für das diesjährige Vorklöschtner Adventmärktle kreiert und gefertigt. Das Handwerkliche geht ihr leicht, locker und schnell von der Hand. Von der Idee bis zum fertigen Entwurf kann es allerdings dauern. „Das erfordert eigentlich die meiste Zeit“, plaudert Ulrike Vonach frei von der Leber weg. Gebastelt wird vornehmlich an den Wochenenden. Die bescheren ihr die nötige Muße für ihre Lieblingsbeschäftigung. Langeweile kommt nicht auf, obwohl der Werkstoff immer der gleiche ist. „Die Verschiedenheit des Materials macht die Faszination aus“, erklärt Vonach kurz und bündig. Sie ist für den kommenden Sonntag jedenfalls gerüstet. Ihre Freude am Standler-Leben ist spürbar und echt.

Zur Person

Ulrike Vonach

ist mit ihren vielfältigen Kreationen aus Papier schon zum neunten Mal beim Vorklöschtner Adventmärktle vertreten.

Alter 46

Beruf Kaufmännische Angestellte bei der Stadt Dornbirn

Wohnort Dornbirn

Hobbys Lesen als Ausgleich zum Basteln