Lauteracher Schülerinnen wollen das Wir-Gefühl stärken

Vorarlberg / 24.11.2019 • 15:30 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die 6b des BORG Lauterach übernimmt Verantwortung für eine gute Klassengemeinschaft. BORG

BORG Lauterach bei Workshop „friends and more“ mit dabei.

16 Schülerinnen der 6b des BORG Lauterach nahmen kürzlich mit ihrem Klassenvorstand Margit Drexel-Wendner am Workshop des Büros für Zukunftsfragen statt. Die Schülerinnen setzten sich mit der Frage auseinander, welche Bedeutung Sozialkapital in ihrem Lebensumfeld hat. Dabei wurde rasch deutlich, dass Lebensqualität, Wohlstand und die Enkeltauglichkeit unserer Gesellschaft davon abhängen.

„friends and more“ ist ein Schulprojekt, das Schülerinnen unterstützt, Wir-Qualität zu erkennen und selbst zu vermehren. Das wird umso wichtiger, wenn Konsumorientierung und Einsamkeit um sich greifen und so das Miteinander auf der Strecke bleibt. Gleichzeitig ist derzeit eine rasante Beschleunigung in vielen Lebensbereichen spürbar, so dass der direkte persönliche Kontakt leicht verlorengehen kann.  „Die Mädchen waren an diesem Nachmittag sehr wach und interessiert bei der Sache“, freut sich Klassenvorstand Drexel-Wendner. „Wir haben erkannt, dass unsere tolle Klassengemeinschaft einen hohen Wert hat. Es war wichtig, dass wir mal Zeit für uns als Klasse haben“, waren sich die Schülerinnen der 6b einig.

Engagement statt Lähmung

Die Projektleiterinnen Kriemhild Büchel-Kapeller vom Büro für Zukunftsfragen sowie Annemarie Felder und Verena Jussel von felderprojekte freuen sich über das große Interesse an „friends and more“: „Die rege Auseinandersetzung mit den Impulsfragen des Vortrags zeigt uns, dass sich die Schülerinnen sehr wohl mit globalen Themen und größeren gesellschaftlichen Zusammenhängen beschäftigen. Manchmal herrscht das lähmende Gefühl vor: ‚Der Einzelne kann nichts ändern, was soll das bringen’. Hier wollen wir ansetzen und sie darin bestärken und motivieren, kleine Projekte in ihrem Lebensumfeld direkt umzusetzen.“

Gerade in der sensiblen Phase des Heranwachsens ist das Wir von großer Bedeutung. Junge Menschen orientieren sich an der Akzeptanz in ihrem Umfeld, um Identifikation, stabile Persönlichkeitsentwicklung und dadurch Eigenverantwortung zu erfahren. Die Schülerinnen erleben durch interaktive Bearbeitung des Themas den Wert und die Bedeutung von gelingenden Beziehungen. An Stelle einer eher passiven Haltung tritt ein Bewusstsein für gesamtgesellschaftliche Zusammenhänge und Motivation zu eigenem Handeln.