Wo riesiges Urlaubsfeeling auf engstem Raum möglich wird

Vorarlberg / 12.12.2019 • 13:00 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Zehn Minimalhäuser (à 27 m2 Wohnfläche) für bis zu vier Gäste sollen bis Juni 2020 in St. Gallenkirch entstehen. CABINSKI MONTAFON

Zehn nachhaltige Minimalhäuser erweitern ab Juni 2020 das Tourismusangebot in St. Gallenkirch.

ST. GALLENKIRCH Mehr Raum als man auf den ersten Blick erwartet – das verspricht das neue touristische Bauprojekt „cabinski“. Einer Art Ferienhäuschen, in dem bis zu vier Gäste auf nur 27 Quadratmetern Platz finden. Wohlfühlfaktor und Natur und moderne Technik inklusive. Denn die sogenannten Cabins, in Holzrahmenbauweise angefertigt, überzeugen mit Panorama Fenster, Küche aus Fichtenholz, Tageslichtbad und ‚Doppeldecker’ – einem Stockbett, das in der oberen Etage, Blick durch das Dachfenster bietet. Die gesamte Haustechnik ist dabei digital und mittels iPad gesteuert.

Begrenzte Pachtdauer

Zehn solcher Minimalhäuser werden auf einer 2500 Quadratmeter großen Wiese neben dem Gruppenhaus Reinhilde ab Juni 2020 am Rande des St. Gallenkircher Ortsteils Galgenul das touristische Angebot im Montafon erweitern. „Durch die Herausforderung der kurzen Pachtdauer von 25 Jahren, war von Anfang an klar, dass klassische Bauten nicht zu realisieren sind und der Fokus auf eine modulare Bauweise fallen wird“, informiert Tim Suske, einer der Gründer, und ergänzt: „Aus dem Anspruch heraus, etwas für mehr Nachhaltigkeit im Alpentourismus zu tun und der Recherche, wie nachhaltiges Wohnen und Bauen in Zukunft aussehen kann, ist unsere Idee gereift, Wohnraum zu minimieren.“

Der 28-jährige Konstanzer schrieb seine Masterthesis an der HTWG Konstanz über das Geschäftskonzept hinter cabinski. Er ist für alle strategischen und finanziellen Belange zuständig. Neben ihm zeichnet Christopher Eichhorn für den Vertrieb verantwortlich. Der 31-Jährige lebt seit rund zwei Jahren im Montafon und ist neben cabinski, Pächter des Gruppenhauses Reinhilde und Inhaber des Hideout Montafon.

1,4 Millionen Euro

Bereits vor zweieinhalb Jahren wurde mit der Planung begonnen. Seit März 2018 feilen die beiden in Zusammenarbeit mit dem Berliner Unternehmen Cabin One an der konkreten Umsetzung des 1,4 Millionen Euro Projekts. Produziert werden die Häuser von der Daxbox GmbH in Oberösterreich. Die bauliche Umsetzung am Grundstück wird mit Ende der aktuellen Wintersaison im Frühjahr 2020 starten, informiert Tim Suske: „Dabei setzen wir genau wie in unserem Betriebskonzept auf Regionalität. Wir versuchen so viel wie möglich mit lokalen Unternehmern aus dem Tal zusammenzuarbeiten.“

Mit dem cabinski Montafon werden die Jungunternehmer ihren ersten Standort dieses mobilen Konzepts eröffnen: „Durch die Aufstellung eines Showhouse an der Talstation der Valisera- und Grasjochbahn haben wir schon jetzt einen großen Meilenstein erreicht. Unser Ziel ist es, Anwohner, Interessierte und natürlich künftige Gäste bestmöglich über unser sehr neuartiges Projekt zu informieren, Ungewissheiten und Vorurteile aus dem Weg zu räumen und sie bestenfalls für unser Vorhaben gewinnen zu können.“

Bereits ab heute kann eine solche Cabin beim Window Opening durch die Fenster beäugt werden. In einer Woche, am Freitag, 20. Dezember, findet von 10 bis 18 Uhr das große Showhouse Opening statt, bei dem Interessierte die Cabin erkunden können und Infos rund um Idee und Konzept bekommen. Weiters sind die Häuser vorerst jeden Mittwoch bis Sonntag von 15 bis 17 Uhr zu besichtigen. RAL

cabinski Montafon
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