Märchenerzählerin Anna Hutter war zu Gast im Kindergarten Mitte

Vorarlberg / 22.01.2020 • 12:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Christine Pfleghar und ihre Nichte Marie lauschten kürzlich der Märchenerzählerin Anna Hutter im Bludenzer Kindergarten Mitte. BI

Entführung in die magische Welt der Märchen.

Bludenz Mit stimmungsvoller, ruhiger Musik wurden Kinder, Eltern und Großeltern am Samstagnachmittag im Kindergarten Mitte in Bludenz empfangen. „Nun seid ihr schon ein Stück ins Märchenland gegangen, jetzt werden wir auch noch gemeinsam ein Lied zur Einstimmung singen“, begrüßte Anna Hutter, Kindergartenpädagogin und Märchenerzählerin, sodann die Besucher.

Hautnah am Geschehen

Während manche Kinder gerne direkt vor der Erzählerin saßen, wählten andere die kleinen Kindergartenstühle. Hatten alle ihren gemütlichen Platz gefunden, wurde sodann gemeinsam zum Auftakt das Lied „Komm doch mit ins Märchenland“ gesungen.

Anna Hutter, die eine zweijährige Ausbildung beim Mutabor-Märchenseminar in der Schweiz absolviert hat, hatte für die Märchenstunde auch ihren Märchenzwerg mitgebracht. Dieser müsse jeden Tag Märchen lesen, erklärte sie. Und das erste Märchen handelte dann auch gleich von einem Zwerg.

Internationale Märchen

Schon diese Geschichte wurde von der Erzählerin recht interaktiv gestaltet. Die Kinder wurden permanent ins Geschehen miteinbezogen. So stellte sie die Frage: Wie sieht eine Prinzessin aus? Die Antworten kamen dann auch schlagartig: „Sie hat ein schönes Kleid an. Sie trägt eine Krone.“ Und ein Mädchen ergänzte: „Und sie hat schöne Ohrringe.“

Aber nicht nur Grimms Märchen können Kinder in ihren Bann ziehen, es gibt Erzählungen aus der ganzen Welt, die dies auch vermögen. Das wurde im Rahmen dieser Märchenstunde deutlich.

Alle sangen mit

In den Pausen wurde entweder eine Spieluhr gespielt oder mit Orff-Instrumenten Musik zu Gehör gebracht. Nach einem Märchen über eine Bärenfamilie folgte die Geschichte von der Prinzessin mit dem Rotznäschen. Als Refrain galt es für alle hierzu zu singen: „Zipp, das ist mir doch egal!“ Und es beteiligten sich tatsächlich alle, selbst die Erwachsenen sangen den Reim mit.

Zum Schluss konnten sich alle Kinder etwas aus der Schatztruhe aussuchen und mit nach Hause nehmen – einen Anhänger, den Anna Hutter selber gestaltet hatte. Im Rahmen ihrer Ausbildung habe sie gelernt, dass Märchen möglichst lebhaft erzählen werden sollen, damit die Kinder zum Mitmachen angeregt werden. Das ist ihr ausgesprochen gut gelungen. BI