Dienstbahnbrücke bei Mäder muss weichen

Vorarlberg / 25.01.2020 • 10:30 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Auf der Schweizer Seite ist die Dienstbahnbrücke schon länger abgetragen, jetzt soll sie komplett abgebaut werden. IRR/SPECKLE

Auf Schweizer Seite ist das Tragwerk im Vorland schon lange abgebaut. Jetzt soll Brücke komplett abgebaut werden.

Gernot Schweigkofler

Mäder Für die Dienstbahnbrücke in Mäder hat bald das letzte Stündchen geschlagen. Denn im Februar steht eine kommissionelle Verhandlung über einen Rückbau der Brücke an. Sie soll dann im Laufe des Jahres komplett abgebaut werden. Seit 2008 ist der Betrieb eingestellt, lässt die Internationale Rheinregulierung wissen. Bereits 2011 wurde aus Hochwasserschutzgründen im Schweizer Rheinvorland das Tragwerk abgebaut und jeder zweite Pfeiler beseitigt. Nun sollen auch die verbliebenen Pfeiler und Tragwerksteile komplett aus dem Abflussquerschnitt entfernt werden. Vorarbeiten dazu sind bereits erfolgt, auf Schweizer Seite wurden die Pfeiler und Widerlager im Vorland abgetragen, diesseits des Rheins die Brückenfelder im Vorland entfernt.

Mathias Speckle, österreichischer Rheinbauleiter, betont, dass aus IRR-Sicht kein Bedarf mehr besteht. „Der Verein Rheinschauen wäre mit der Sanierung der Brücke zum Zweck des Betriebs der Museumsbahn finanziell überfordert.“ Dazu würde durch die Brücke ein Verklausungsrisiko bestehen. Mäders Bürgermeister Rainer Siegele verkündet, dass für das Rheinbähnle in Mäder und Koblach Maßnahmen geplant sind. Über den Rhein zu fahren geht künftig aber nicht mehr.