OP-Wartezeiten bringen Politik auf Trab

Vorarlberg / 28.01.2020 • 15:30 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
In manchen medizinischen Bereichen brauchen Patienten einen langen Geduldsfaden. KHBG

KHBG wurde mit raschen Verbesserungen beauftragt.

Bregenz Das lange Warten auf OP-Termine in manchen medizinischen Fächern (die VN berichteten) hat nun auch die Politik auf Trab gebracht. Am Mittwoch steht das brisante Thema im sozialpolitischen Ausschuss zur Debatte, am Donnerstag, informieren Gesundheitslandesrätin Martina Rüscher und Vertreter der Krankenhausbetriebsgesellschaft (KHBG) bei einer Pressekonferenz über entsprechende Maßnahmen. Nötig sind solche vor allem in der Augenheilkunde, wo etwa für die Behebung des Grauen Stars bis zu 47 Wochen gewartet werden muss, sowie bei orthopädischen Eingriffen wie Gelenksersatz- und Wirbelsäuleneingriffen. Hier brauchen Patienten oft einen noch längeren Geduldsfaden. Personalengpässe in den jeweiligen Abteilungen werden von VP-Klubobmann Roland Frühstück als Grund für diese Wartezeiten angegeben.

Transparente Optimierung

Seinen Aussagen zufolge hat Rüscher deshalb die KHBG beauftragt, das Problem konkret anzugehen. „Es ist uns auch wichtig, dass diese Optimierungen möglichst transparent erfolgen und sie für den Patienten gut nachvollziehbar sind. Darüber hinaus werden wir uns bei der Bundesregierung dafür einzusetzen, dass das Krankenhaus-Qualitätsportal www.kliniksuche.at um weitere Leistungen und Qualitätsindikatoren weiterentwickelt wird, damit auch die Qualität der Eingriffe an den Landeskrankenhäusern für Patienten und Angehörige offengelegt wird,“ erläutert Frühstück die Inhalte der geplanten Ausschussvorlage der beiden Regierungsfraktionen.

Der Neos-Antrag zur aktuellen Versorgungssituation bei den Kinderärzten im niedergelassenen Bereich ist ein weiteres Gesundheitsthema, das von den Abgeordneten im Ausschuss diskutiert wird. Für die heuer in Dornbirn durch eine Pensionierung freiwerdende Kinderarztstelle gibt es laut Ärztekammer im Juli einen Nachfolger.