Abo-Falle mit gefälschten E-Mails vom Zoll

Vorarlberg / 05.02.2020 • 13:50 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Die Arbeiterkammer warnt: Die Benachrichtigung über den Gewinn eines Mobiltelefons ist ein Schwindel. SYMBOL VN/PAULITSCH

Mit gefälschten E-Mails vom österreichischen Zoll wollen Kriminelle an Kreditkarten- und Kontoinformationen kommen.

Feldkirch Die Freude ist groß, per E-Mail wird man vom Zoll informiert, dass man ein brandneues Mobiltelefon gewonnen hat. Der Absender muss ja vertrauenswürdig sein, schließlich handelt es sich um eine Behörde. Die einzige Hürde ist die Zollgebühr, die im Vergleich zum Wert lächerlich ist.

„Diese E-Mail kommt gerade bei unzähligen Vorarlbergern an, sie gaukelt einen Gewinn vor, den es nicht gibt. Vielmehr wollen die kriminellen Hintermänner an Kreditkartendaten und Kontoinformationen kommen und als Sahnehäubchen wird ein Abo abgeschlossen, mit 90 Euro Kosten pro Monat“, sagt Dr. Franz Valandro von der Konsumentenberatung der Arbeiterkammer.

Wer schon in die Abo-Falle getappt ist, sollte sich umgehend an den Abo-Anbieter wenden und ihm mitteilen, dass er kein Abonnement abgeschlossen hat und keine Abbuchungen durchgeführt werden dürfen. „Verlangen sie umgehend die Kündigung des angeblichen Vertrags. Bleibt das erfolglos, wenden sie sich an ihren Kreditkartenanbieter. Fordern sie die Rückerstattung aller Kosten, denen sie nicht zugestimmt haben. Beträge, deren Abbuchung sie nicht ausdrücklich zugestimmt haben, müssen von ihrem Zahlungsdienstleister zurückerstattet werden. Sollte das alles nicht helfen, wenden sie sich an die Konsumentenberatung der AK Vorarlberg“, rät Valandro.