Dornbirner Markthalle muss vorerst warten

Vorarlberg / 06.02.2020 • 11:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Das Areal „Kleiner Luger“ – ein möglicher Standort für eine Markthalle. RHA

Lieblingsprojekt der Bürgermeisterin wird frühestens 2021 in Angriff genommen.

dornbirn Als die Stadt im Juni 2018 das Areal „Kleiner Luger“ in der Riedgasse kaufte, schien es nur noch eine Frage der Zeit zu sein, bis dort der Spatenstich für eine Markthalle erfolgt. Inzwischen haben sich die Prioritäten der Stadt offenbar geändert, denn für dieses Jahr sind im Budget nicht einmal Mittel für eine Planung vorgesehen.

1,9 Millionen Euro ließ sich die Stadt das rund 1200 m2 große Grundstück, einen Steinwurf vom Marktplatz entfernt, kosten. Eigentlich ein idealer Standort für eine Markthalle als Ergänzung der beiden Wochenmärkte. Wenn es nach dem Wunsch von Bürgermeisterin Andrea Kaufmann gegangen wäre, müssten längst die Bauarbeiten laufen. Jetzt kündigt die Stadtchefin allerdings an, dass im Budget 2020 keine Mittel für die Planung oder Projektentwicklung vorgesehen sind. Eine offizielle Begründung für die Verzögerung gibt es vonseiten der Bürgermeisterin nicht. Es ist anzunehmen, dass im Zuge der Budgetverhandlungen andere Projekte den Vorzug erhielten.

Planung läuft

Trotzdem bleibt Kaufmann dabei: Das Projekt werde derzeit intern weiterentwickelt, auch weil sie der Meinung ist, dass eine Markthalle ein neues Highlight für die Innenstadt wäre, ähnlich wie die neue Stadtbibliothek. Ideen für eine Überdachung der Innenstadt habe es schon vor 30 Jahren gegeben, weiß die Bürgermeisterin. Diese seien aber bald fallen gelassen worden, weil sich herausgestellt habe, dass nur eine Halle ein zusätzliches Angebot zu den Wochenmärkten bieten könnte.

Kaufmann ist guter Dinge, dass 2021 die notwendigen Entscheidungen für die Umsetzung, in welcher Form auch immer, getroffen werden können. Voraussetzung für ein solches Millionenprojekt ist, dass sich die Stadtvertretung mit großer Mehrheit für die Markthalle ausspricht. Die Neos sehen das Bauvorhaben jedenfalls kritisch: Bis jetzt könne die Bürgermeisterin kein funktionierendes Konzept vorlegen. RHA