Land bereitet sich auf Sturmtief Sabine vor

Vorarlberg / 09.02.2020 • 17:00 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
In Vorarlberg ist am Montag und am Dienstag mit starken Böen zu rechnen. Besonders stürmisch wird es in den Bergen. VN/PAULITSCH

Starke Westwinde bescheren Vorarlberg das Sturmtief Sabine. Böen mit bis zu 100 Stundenkilometern werden erwartet.

Schwarzach Hielt uns in der Vorwoche Petra in Atem, ist es diesmal Sabine, die durch Vorarlberg zischt. Bereits in der Nacht auf heute, Montag, dürfte sie anklopfen. Am Vormittag geht es dann richtig rund. Wie auch Petra dürfte Sabine weitaus mehr sein als ein laues Lüftchen. Das Sturmtief wird zwei Tage lang für stürmiges Wetter sogen.

In den Bergen stärker

Die Meteorologen warnen einhellig: Es wird sehr windig. Der Prognosesystemanbieter Ubimet sagt Böen von bis zu 100 Stundenkilometer voraus. Der Schweizer Wetterdienst Meteoswiss sieht an der Grenze zu Vorarlberg sogar Spitzengeschwindigkeiten bis zu 110 km/h. Christoph Zingerle von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) in Innsbruck bestätigt: „Der Westwind wird in der Nacht auf Montag zulegen. In der Früh dürfte er voraussichtlich Vorarlberg erreichen.“ Er rechnet damit, dass es im nördlichen Rheintal zwischen 6 und 8 Uhr morgens zu stürmen beginnt. „Wir gehen von Windböen mit bis zu 100 Kilometern pro Stunde aus.“ Das Sturmtief bahnt sich dann rasch den Weg durch das Rheintal. „Um 9 Uhr dürfte es ganz Vorarlberg erreicht haben“, fährt Zingerle fort. Im Gebirge sei mit Windstärken deutlich über 100 km/h zu rechnen. Ruhiger wird es im Montafon.

Am Montagvormittag könnte ein Güllerföhn durch das Rheintal ziehen: Während unten noch der Föhn durchzieht, macht sich darüber schon der Westwind breit.

Von der Windstärke ähnelt Sabine ihrer Vorgängerin Petra. Von der Dauer allerdings nicht: Sabine wird Vorarlberg bis Dienstagabend beehren, wie Zingerle festhält. „Es bleibt über den ganzen Montag hinweg stürmisch. In den Abendstunden schwächt der Sturm ein bisschen ab, legt allerdings in der zweiten Nachthälfte auf Dienstag noch einmal ordentlich zu.“ Laut Ubimet sind anschließend Gewitter möglich. Außerdem soll es oberhalb von 700 bis 1000 Meter kräftig schneien.

Einsatzkräfte sind gerüstet

Als Petra über das Land fegte, verzeichneten die Vorarlberger Feuerwehren 36 kleinere Einsätze. Auch für die kommenden Stunden ist die Rettungs- und Feuerwehrleitstelle (RFL) vorbereitet, wie Schichtleiter Karlheinz Häsele bestätigt. „Die Feuerwehren sind sowieso in Alarmbereitschaft. Auch bei uns im RFL sind mehr Leute im Einsatz und noch einige in Bereitschaft.“ Meistens geht es bei den Einsätzen um entwurzelte Bäume, um Behinderungen auf den Straßen und manchmal auch um Häuser, deren Dächer dem Sturm nicht standhalten. „Es kommt darauf an, wie intensiv die Sabine wird“, betont Häsele. VN-MIP