Landeswarnzentrale hat „Sabine“ im Blick

Vorarlberg / 10.02.2020 • 14:30 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Angelika Spiegel leitet die Landeswarnzentrale, während „Sabine“ über Vorarlberg zieht. VN/RAUCH

Die Landeswarnzentrale koordiniert die Zusammenarbeit der Hilfsorganisationen und warnt die Bevölkerung im Extremfall.

Erst am späten Sonntagabend entschied sich die ZAMG, für den Norden Vorarlbergs die höchste Warnstufe auszurufen. Seit den frühen Morgenstunden zog der Sturm eine Spur der Verwüstung durch das Land: Allein für die Zeit von 8 bis 11 Uhr zählte Dienstleiterin Angelika Spiegel an die 65 Einsätze, überwiegend der Feuerwehren.

Wie bereits bei Sturm „Petra“ handle es sich dabei vor allem um umgestürzte Bäume, die Gebäude beschädigten oder Straßen blockierten. Vor allem im unteren Rheintal wurden mehrere Dächer abgedeckt, in Hard sank ein Boot. Doch auch Gebiete im Süden wie Nenzing werden in Mitleidenschaft gezogen. Verletzt wurde aufgrund des Sturms jedoch niemand.

Die Landeswarnzentrale behält das Geschehen im Blick. <span class="copyright">VN/RAuch</span>
Die Landeswarnzentrale behält das Geschehen im Blick. VN/RAuch

Die Landeswarnzentrale hat dabei vor allem eine koordinierende Aufgabe zwischen den BOS (Behörden und Organisationen mit Sicherheitsfunktion), Diensten wie der ZAMG sowie der Politik. Die Information der Bevölkerung über Warndienste und Medien zählt ebenfalls zu den Kernaufgaben. In einer Extremlage kann von hier aus auch die Rettungs- und Feuerwehrleitstelle entlastet oder bei deren Ausfall abgelöst werden. Und auch die Entscheidung über den Zivilschutzalarm fällt die Landeswarnzentrale. Dann müssen die Medien mit Verhaltensanweisungen versorgt werden und die Sirenen in den betroffenen Gebieten erschallen.

So stellte sich die Einsatzlage gegen 11 Uhr dar. <span class="copyright">VN/RAuch</span>
So stellte sich die Einsatzlage gegen 11 Uhr dar. VN/RAuch

Davon ist man jedoch noch weit entfernt, „Sabine“ stellt sich nicht als Katastropheneinsatz dar. Für Montagnachmittag erwartet Spiegel eine langsame Entspannung der Situation, jedoch keine Entwarnung: In den Nachtstunden wird „Sabine“ wieder an Kraft gewinnen – und den Einsatzkräften vermutlich schlaflose Stunden bereiten.