Thüringer machen gemeinsame Sache

Vorarlberg / 12.02.2020 • 11:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Berno Witwer, Gerhard Burtscher, Bürgermeister Harald Witwer, Reinhold Schneider und Markus Hartmann (v.l.) machen künftig gemeinsame Sache. GEMEINDE

Erstmals in der Geschichte der Gemeinde tritt eine gemeinsame Liste an. Sachthemen rücken noch mehr in den Vordergrund.

Thüringen Die Gemeinde Thüringen galt in der Vergangenheit traditionell als listenstarke Gemeinde. Vor zehn Jahren etwa lang man mit sechs Listen bzw. vier Bürgermeisterkandidaten im Landesvergleich sogar an erster Stelle. Vor vier Jahren waren es immerhin noch vier Fraktionen bzw. drei Bürgermeisteranwärter, die um die Gunst der Wähler buhlten.

Heuer aber ist alles anders. Im Vorfeld der bevorstehenden Gemeindevertretungs- und Bürgermeisterwahl kam es erstmals in der Geschichte der Blumenegggemeinde zum Schulterschluss. Die vier in der Gemeinde vertretenen Fraktionen haben sich zur gemeinsamen Liste zusammengeschlossen und rücken damit noch näher zusammen. „Thüringen hat sich in den letzten Jahren sehr gut entwickelt. Wichtige Projekte konnten gemeinsam umgesetzt werden. Einzig das Ziel, unser Dorf positiv weiterzuentwickeln stand dabei im Vordergrund,“ freut sich Bürgermeister Harald Witwer und bedankt sich bei Markus Hartmann (FPÖ und Parteifreie Thüringen), Gerhard Burtscher (Gemeinschaft SPÖ du Parteifreie), Berno Witwer (Die Alternative) und Vizebürgermeister Reinhold Schneider (Gemeinsam für Thüringen) für die neue Art der Kooperation.

Kooperationserprobt

„Mit dem Kindergartenprojekt, der Sanierung der Faschinastraße, dem Kreuzungsbereich, neuen Akzenten in der Familienpolitik oder der Überarbeitung unserer Bauvorschriften haben wir uns ein gemeinsames Arbeitsprogramm erarbeitet, welches wir nun gemeinsam umsetzen werden“, skizziert Witwer die anstehenden Aufgaben. „Die Aufgaben einer Gemeinde werden immer herausfordernder und komplexer,“ betont SPÖ-Obmann Gerhard Burtscher. Deshalb brauche es eine geschlossene Gemeindevertretung, die diese Aufgaben gemeinsam angeht. „Die Gemeinde Thüringen war in den letzten zwölf Jahren der Motor für Gemeindekooperationen in der Region und darüber hinaus“, sieht sich FPÖ-Obmann Markus Hartmann kooperationserprobt. Während Berno Witwer die schwindende Zahl der Bürger, die sich aktiv an der Gemeindepolitik beteiligen möchten, mit als Entscheidungsgrund für die Gemeinsame Liste nennt. Nachsatz: „Wir wollen gemeinsam vertretbare Beschlüsse im Interesse der Bevölkerung treffen.“ Für Vizebürgermeister Reinhold Schneider steht fest, dass „in den letzten Jahren viele Projekte erfolgreich umgesetzt wurden. Ich bin mir sicher, dass wir gemeinsam auch in Zukunft viel erreichen werden.“