Geplagte Altacher Anrainer: Bürgermeister bittet zum Gespräch

Bewohner der verkehrsbelasteten Straßen wollen jedoch Bewegung beim Dorfchef sehen.
Altach Es sind die Anrainer von sieben Straßen im Bereich des Autobahnknotens Altach, die sich seit Jahren von einer Verkehrslawine beeinträchtigt fühlen – die VN berichteten. Vor allem der Schwerverkehr zu den Firmen im Bereich Obere Hub, Untere Hub und Große Wies macht den Anrainern schwer zu schaffen. Vehement fordern sie eine Lösung für eine nachhaltige Entlastung. Sie sehen diese im Bau einer Straße, parallel zur Autobahn auf der gegenüberliegenden Seite der A 14, mit einer Querung derselben über eine bestehende Brücke und drei Zufahrten zu den 22 im genannten Bereich befindlichen Firmen. “Alles andere bringt uns nichts”, sagt Andreas Mayer, einer der Sprecher der betroffenen Anrainer.
Für Freitag, den 21. August, haben die Anwohner eine Straßenblockade angekündigt, um auf ihr Anliegen aufmerksam zu machen.
Brändles Sicht der Dinge
Altachs Bürgermeister Gottfried Brändle möchte die unzufriedenen Bürger nun zu einem Gespräch bitten. Die von den Anrainern vorgeschlagene Lösung hält er jedoch für nicht realisierbar. “Wir würden aus Gründen des Hochwasserschutzes und anderer Bedenken eine solche Straße nie genehmigt bekommen”, ist er überzeugt. Viel mehr hofft Brändle auf die Realisierung eines Autobahnanschlusses mit Zufahrt zum Kopf-Kieswerk auf Höhe der Raststätte. “Das sollten wir gemeinsam anstreben. Denn darin liegt in weiterer Folge auch die Chance, durch Steuerungsmaßnahmen die betroffenen Straßen vom überbordenden Schwerverkehr zu entlasten”, glaubt der Bürgermeister
SPÖ unterstützt Anrainer
Die Anrainer, die sich tagtäglich in ihrer engen Wohnstraße mit gefährlichen Situationen konfrontiert sehen, können den Vorschlägen Brändles nichts abgewinnen. “Die Blockade am 21. August werden wir auf alle Fälle durchführen”, gibt sich Mayer kämpferisch.
Politische Unterstützung erhalten die Anrainer von der örtlichen SPÖ. Ortsparteichef Heribert Hütter verweist auf eine Variante, die bereits vor 20 Jahren von Experten vorgeschlagen worden sei. “Diese sieht vor, den Verkehr über das Schnabelholz an der Autobahn entlang über eine Unter- oder Überführung zum Betriebsgebiet zu leiten.” Die SPÖ Altach sieht sich als einzige Kraft, die voll und ganz hinter den Betroffenen steht, und ortet bei den politischen Mitbewerbern wenig Interesse, die verkehrsgeplagten Anrainer zu entlasten.