Tausende Liter Müll entlang Vorarlbergs Gewässer gesammelt

Vorarlberg / 17.08.2020 • 20:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Tausende Liter Müll entlang Vorarlbergs Gewässer gesammelt
Müllsammler am Bodensee bei Hard.

Während im Hochgebirge sorgsamer mit Müll umgegangen wird, muss der Alpenschutzverein entlang der Gewässer den Müll aus dem Gebüsch holen.

Dornbirn 10.000 Liter Müll sammelten die neun Freiwilligen des Alpenschutzvereins zwischen dem 27. Juli und 7. August in den Naherholungsgebieten Vorarlbergs. Unterwegs waren sie dabei vom Bodenseeufer über das Rheintal bis hin zum mittleren Bregenzerwald. Dabei konzentrierten sich die Alpenschützer vor allem auf Badestellen entlang der Gewässer.

Zwar seien die Gebiete oft sehr sauber, aber von einem ungetrübten Bild könne nicht die Rede sein. Gerade Wanderparkplätze wie auf dem Pfänder seien schwer verschmutzt. “An den zugänglichen öffentlichen Grillplätzen lässt man weniger Müll zurück, man findet ihn eher versteckt abseits der Haupterholungsplätze”, weiß Andreas Tomann (37), Leiter der Aktion in Vorarlberg. Dies erwecke den Eindruck, dass man den Müll zwar nicht offen liegenlassen aber oft auch nicht mitnehmen wolle. Viel Abfall haben die Freiwilligen des Alpenschutzvereins entsprechend am Harder Rheindamm, am Rohrspitz und entlang der Bregenzerach ab Kennelbach gefunden. Hoch sei das Abfallaufkommen auch entlang der Straßen, vor allem das Sammeln verwesender organischer Abfälle koste die Freiwilligen viel Überwindung.

Insgesamt habe der Alpenschutzverein heuer bislang etwas weniger Müll als in den Vorjahren aufsammeln müssen. Der Rückgang an Littering dürfte wohl auch auf die Coronamaßnahmen mit den damit verbundenen Ausgangsbeschränkungen im Frühjahr und der Absage von Großveranstaltungen zusammenhängen.

Weniger Müll im Hochgebirge

Ab Ende August will sich der Alpenschutzverein zwei Wochen lang auf die höher gelegenen Wanderwege konzentrieren. Dort seien die Freiwilligen rund um Tomann neben anderen Naturschutz- und Alpenvereinen oft die Einzigen, die sich des Litterings annehmen. “Je anspruchsvoller das Gelände wird, umso bewusster packen die Wanderer ihre Rucksäcke”, weiß Tomann nach gut fünf Jahren Littering-Erfahrung. So würden die Freiwilligen in den Bergen kaum mehr Plastikflaschen finden, da viele Wanderer auf Trinkflaschen umgestiegen sind. Auch Zigarettenstummel werden mit jedem Höhenmeter seltener. “Was man oft findet, sind Taschentücher und immer mehr Feuchttücher”, bedauert der Alpenschützer. Gerade Letztere seien biologisch kaum abbaubar und bleiben in der Natur zurück.

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