Hochwasserschutzprojekt Frödisch nimmt erste Hürde

Bis 2023 dauern die Arbeiten am Hochwasserschutzprojekt noch an. MIMA
Erste Bauetappe vor kurzem fertiggestellt.
Röthis, Sulz, Zwischenwasser Im Zuge der Gefahrenzonenplanüberarbeitung für die drei Vorderlandgemeinden Sulz, Röthis und Zwischenwasser im Jahre 2015 wurde das Gefährdungspotenzial der Frödisch neu bewertet. Die Frödisch, ein rund 12 Kilometer langer geschiebereicher Wildbach entspringt am Hohen Freschen und fließt durch das unbewohnte Frödischtal durch Röthis nach Zwischenwasser und Sulz.
150-jährliches Hochwasserereignis
Besonders bei Hochwasser kann die Frödisch dabei zu einer Gefahr für die umliegenden Gemeinden werden. Seitens der Wildbach- und Lawinenverbauung werden daher in den kommenden Jahren – jeweils in der Niedrigwasserphase von 2019 bis 2023 – die entsprechenden Schutzmaßnahmen errichtet. Konkret geht es dabei um die Absicherung der Frödisch bei einem 150-jährlichen Hochwasserereignis und damit einhergehend die Erhöhung der Hochwassersicherheit der Siedlungsgebiete der Anliegergemeinden. Seit November 2019 wird gebaut, vor Kurzem konnte nun der erste Abschnitt fertigestellt werden.
Im hinteren Bereich des Röfix-Steinbruchs wurde dazu ein Wildholz-Rückhalterechen errichtet, welcher bereits beim letzten Unwetter seine Nützlichkeit bewiesen hat. Entschärft wurde auch die Engelbrücke, die Verbindung zwischen Zwischenwasser und Sulz. In diesem Bereich wurde ein Geschiebe-Rückhaltebecken errichtet und eine Querschnittvergrößerung erstellt.
Investition von 3,6 Millionen
In den kommenden Jahren werden die nächsten Etappen folgen, die Wildbach- und Lawinenverbauung will das 3,6 Millionen Euro teure Hochwasserschutzprojekt bis 2023 abschließen. Hauptgeldgeber ist der Bund mit einem Anteil von 54 Prozent, das Land Vorarlberg übernimmt 23 Prozent, während die hauptsächlich gefährdeten Gemeinden Sulz und Zwischenwasser 14 bzw. 7,5 Prozent beisteuern werden. Mit einem kleinen Betrag beteiligt sich auch die Gemeinde Röthis. Konkret wird das Hochwasserschutzprojekt dort mit rund 54.000 Euro zu Buche schlagen. MIMA