Das gibt es im Wahllokal zu beachten

Vorarlberg / 13.09.2020 • 06:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Das gibt es im Wahllokal zu beachten
Bischof Benno Elbs hat am Freitag seine Wahlkarte abgegeben.

51.700 Vorarlberger wählen per Briefwahl. Im Wahllokal wird eine Maske empfohlen.

Schwarzach Entweder Vorarlbergs Wähler sind vorsichtig, oder sie haben keine Lust, mit Maske zu wählen. Jedenfalls wird es in den Wahllokalen des Landes wesentlich ruhiger zugehen. Das liegt nicht an der Wahlbeteiligung, sondern an der hohen Zahl an Wahlkarten. Vor fünf Jahren wählten 21.700 Vorarlberger schon früher. Heuer sind es mehr als doppelt so viele, nämlich 51.739, wie die Landesregierung am Freitag bekannt gab. Damit wählen 17,2 Prozent aller Wahlberechtigten per Briefwahl. Wird von einer Wahlbeteiligung von 58,6 Prozent wie im Jahr 2015 ausgegangen, könnte es also sein, dass fast jede dritte Stimme per Wahlkarte abgegeben wird. Für die anderen zwei Drittel gibt es Regeln und Empfehlungen für den Wahltag.

Zwei Drittel in Lech

Absoluter Spitzenreiter ist Lech. Von 1317 Wahlberechtigten haben 847 eine Wahlkarte beantragt. Das sind 64,3 Prozent. In Laterns haben 30 Prozent aller Wahlberechtigten eine Wahlkarte angefordert, in Vandans ebenfalls fast 30 Prozent. Kaum Wahlkarten gibt es in Schoppernau: nur 6,4 Prozent aller Wahlberechtigten wählen vor dem Wahlsonntag.

Das gibt es im Wahllokal zu beachten

Die überwiegende Mehrheit der Vorarlberger wird aber wieder direkt den Weg ins Lokal suchen. In Zeiten, in denen die Coronakrise wieder anzieht, hat die Wahlbehörde einige Empfehlungen parat. “Es wird stark empfohlen, eine Maske zu tragen. Und zwar sowohl zum Schutz der Wahlbehörde als auch der anderen Wähler”, betont Andrea Schenkermayr von der zuständigen Abteilung im Amt der Landesregierung. Wer keine Maske trägt, darf nicht vom Wahlrecht ausgeschlossen werden. Um direkten Kontakt mit den Wahlhelfern zu vermeiden, wird gebeten, die Wahlinformation und den Pass nur vorzuzeigen. Außerdem soll im Idealfall der Stimmzettel schon ausgefüllt mitgenommen werden. Alternativ ist zumindest ein eigener Kugelschreiber empfohlen. Es liegen allerdings auch Kugelschreiber in der Wahlkabine auf, sie werden desinfiziert. Gewählt wird mit zwei Stimmzettel, aber einem Kuvert.

In Feldkirch wurde bei über 200 Wahlkarten vergessen, ein Kuvert mitzuschicken. Andere solche Fälle sind Andrea Schenkermayr nicht bekannt. “Bis auf ein paar kleinere Dinge. Da kann aber nichts passieren.”

Wer seine Meinung in der Wahlkabine noch einmal ändert, kann seinen mitgebrachten Stimmzettel entsorgen und einen neuen ausfüllen. Im Wahllokal ist Ersatz vorhanden. Das gilt auch für vergessene Stimmzettel. Aber sobald das Kuvert in der Wahlurne verschwindet, zählt die Stimme. Und wie wir wissen: Jede Stimme zählt.

Das gibt es im Wahllokal zu beachten

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