Martinigans trotz Lockdown

Vorarlberg / 07.11.2020 • 10:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Gebhard Hopfner setzt auf den samstäglichen Hofverkauf. <span class="copyright">VN/PAULITSCH</span>
Gebhard Hopfner setzt auf den samstäglichen Hofverkauf. VN/PAULITSCH

Take-away und Hofverkauf sichern, dass Martini nicht ganz ohne Gans sein muss.

Alberschwende, Rankweil Nicht alle Lokale, die für ihre Martinigans berühmt sind, haben derzeit aufgrund des Lockdowns geschlossen. So bietet der Adler in Hohenems sowohl mittags wie abends nach telefonischer Bestellung zum Mitnehmen an. Die Gänsekeule gibt es im Fein7 Stoanabach in Dornbirn noch die kommende Woche. Dieses und kommendes Wochenende gibt es “Gansl to go” im Kornmesser in Bregenz, ebenfalls nach Voranmeldung. Auch im Rankweiler Hof steht die Gans dieses Wochenende auf dem Menüplan – und bei entsprechendem Erfolg auch noch länger. Die Familie Vith setzt sowohl auf vorgegarte Gänse, die daheim in 15 Minuten fertiggebraten werden können, als auch auf fertige Gerichte.

Arno Vith (48)  im Rankweiler Hof
Arno Vith (48) im Rankweiler Hof

Die Gänse dafür nehmen sie vom Gebi’s Ranch in Alberschwende. Gebhard Hopfner und seine Partnerin Sabrina zogen hier in den letzten Monaten 250 österreichische Weidegänse auf. “Ich hoffe, mit einem blauen Auge davonzukommen”, erklärt der 54-Jährige. Der Rankweiler Hof ist der einzige gastronomische Abnehmer, 90 Prozent seiner Kunden sind Private. “Ich bin froh, so viele Stammkunden und Freunde zu haben, die mir die Stange halten.” Verkauft wird noch diesen und kommenden Samstag ab 16 Uhr ab Hof, geschlachtet werden die Tiere davor in Hohenems.

Bio-Gänse

Stolz ist Hopfner auf die biologische Haltung seiner Gänse. Bis zu einem Alter von acht Wochen schlafen sie zwar noch in einem Stall, danach verbringen sie ihre Zeit auf der grünen Wiese mit fließendem Quellwasser und Biogetreide, versichert der Gastronom. Die eingezäunten zwei Hektar Grünfläche in Hanglage sorgen für genug Bewegung der Tiere. Dennoch, um dieses Jahr über die Runden zu kommen, bedarf es auch für ihn eines Mehraufwands: “Wir sind bei der Werbung aggressiver geworden und mussten dafür mehr Geld in die Hand nehmen.” Nun muss die Gans nur noch auf die Teller finden.

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