Große Orgel in St. Martin wird um 360.000 Euro restauriert

Vorarlberg / 09.11.2020 • 17:27 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die große Behmann-Orgel muss um rund 360.000 Euro restauriert werden.mima (2)
Die große Behmann-Orgel muss um rund 360.000 Euro restauriert werden.mima (2)

Nach der Chororgel wird nun die Behmann-Orgel aufwendig instand gesetzt.

Dornbirn Die Dornbirner Stadtpfarrkirche besitzt zwei Orgeln – die Chororgel aus dem Jahre 1969 und die große Hauptorgel, welche in den Jahren 1927/28 von Josef Behmann erbaut wurde. Letztere ist gleichzeitig auch die größte Hauptorgel in Vorarlberg und wurde seinerzeit nach einem Plan des Bildhauers Thomas Mennel gefertigt. Nach der Restaurierung der Chororgel wird in den kommenden Monaten auch die große Behmann-Orgel restauriert.

Restaurationsarbeit

Vor allem die historische Behmann- Orgel sorgte in den letzten Jahren immer wieder für unverwechselbare Orgelklänge in der Dornbirner Stadtpfarrkirche. Doch hat auch der Zahn der Zeit an den beiden großen Instrumenten seine Spuren hinterlassen, und so sind diese mittlerweile in einem schlechten Zustand. Beide Orgeln sind stark verschmutzt und beträchtlich von Schimmel befallen. Es besteht dringender Handlungsbedarf, damit nicht noch größere Schäden entstehen. Um weiterhin eine perfekte Klangqualität garantieren zu können, sind zudem bei beiden Orgeln weitere dringende Revisionsarbeiten nötig.

Bei der Chororgel wurden die Restaurierungsarbeiten bereits Ende September fertiggestellt – die Arbeiten an der Behmann Orgel werden in den nächsten Wochen starten und sollen Ende März 2021 abgeschlossen sein. Der Auftrag wurde an die Firma Kuhn vergeben, welche die Orgeln schon seit längerer Zeit betreut. Die Kosten belaufen sich auf rund 360.000 Euro und die Diözese Feldkirch, die Stadt Dornbirn, das Land Vorarlberg, die Sparkasse Dornbirn und das Bundesdenkmalamt beteiligen sich finanziell an den Sanierungsmaßnahmen.

Patenschaft für Orgelpfeifen

Die Hälfte der Kosten muss allerdings die Pfarre St. Martin aufbringen und bittet daher in Form einer Spendenaktion um die Unterstützung aus der Bevölkerung. Die Spender können dabei die Patenschaft für eine oder mehrere Pfeifen eines Registers übernehmen und so die Restaurierungsarbeiten unterstützen. MIMA

Die kleinere Chororgel aus dem Jahr 1969 wurde bereits wieder instand gesetzt, auch sie wurde vom Zahn der Zeit in Mitleidenschaft gezogen.
Die kleinere Chororgel aus dem Jahr 1969 wurde bereits wieder instand gesetzt, auch sie wurde vom Zahn der Zeit in Mitleidenschaft gezogen.

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