Raubritter halten die Tradition aufrecht

Vorarlberg / 10.11.2020 • 15:54 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die Hörbranzer Raubritter setzen sich dafür ein, wenigstens ein wenig Fasching, zumindest für die Kinder zu retten.<span class="copyright">chf</span>
Die Hörbranzer Raubritter setzen sich dafür ein, wenigstens ein wenig Fasching, zumindest für die Kinder zu retten.chf

Hörbranzer präsentieren heute, 11.11., ein etwas anderes Prinzenpaar.

Hörbranz Seit 1976, dem Gründungsjahr der Faschingsgilde „Hörbranzer Raubritter“, machen sich die Prinzenpaarmacher vor dem 11. 11. auf den Weg und wählen ein passendes Prinzenpaar für das Leiblachtal. Im letzten Fasching führte das 44. Prinzenpaar, Prinz Mario und Prinzessin Anita, erfolgreich durch den Fasching. In diesem Jahr wird das gesamte Leben von der Pandemie beeinflusst.

40-jährige Tradition

So müssen Veranstaltungen, Auftritte, Konzerte und Feiern abgesagt werden, natürlich kann auch der Faschingstrubel mit Umzügen, Bällen, Kindergarten- und Schulbesuchen nicht in gewohnter Form durchgeführt werden. Um die über 40-jährige Tradition und das regionale Brauchtum am Leben zu erhalten, haben die Hörbranzer Raubritter dieses Jahr ein passendes Prinzenpaar gesucht und auch gefunden. Mit Prinz Corona und Prinzessin Wahnsinn wurde ein imaginäres 45. Regentenpaar geschaffen, dass trotz der schwierigen Zeit den Fasching nicht ganz vergessen lassen soll. Nicht erst ab heute regieren die Beiden über die Bevölkerung. Leider kann das Herrscherpaar am 11.11 nicht persönlich, wie gewohnt, im Leiblachtalsaal vorgestellt werden.

Pläne trotz Corona

Während der gegenwärtigen Einschränkungen sind die Raubritter aber auch nicht untätig. Mit Hilfe der digitalen Techniken werden kontaktlos und mit Abstand Planungen durchgeführt, die jeweiligen Auflagen und Pandemiezahlen werden beobachtet.

Gerade die Außenveranstaltungen für das Frühjahr 2021 werden im Auge behalten. Besonders für Kinder sollte der Fasching, unter Einhaltung bester Sicherheitsmaßahmen, nicht ganz ausfallen. Auch der neue Hörranzer Bürgermeister darf sich im Gemeindesessel nicht allzu sicher fühlen, wurde doch bisher am Gumpigen Donnerstag die Gemeindeführung immer von den Narren übernommen.

So wünschen die Hörbranzer Raubritter, die Prinzenpaarmacher aus dem Leiblachtal, mit einem kräftigen RUGGI RUGGI HOH der Bevölkerung Gesundheit und alles Gute und hoffen, dass die eingeschränkte und unsichere Zeit für alle schnell vorbei geht. chf

Die Hörbranzer Raubritter müssen begrüssen

Seine Übrigkeit Prinz Corona

der XLV

Vom fernen China über Bergamo und
Ischgl in unsere Gemarkung vorgedrungen

Allgegenwärtiger Herrscher über Lockdowns und Geschmacklosigkeit sowie leergekaufte Klopapierregale

Verursacher der Absagen unserer Veranstaltungen und Ausgehverbote vom hohen Berg bis nach Liblach hinunter

Regent über geschlossene Wirtshäuser und nur noch langsam arbeitende Ämter

Ihre ebenso übrige Prinzessin

Wahnsinn die XLV

Bei uns geborene, allgegenwärtige, angstmachende Spaßbremse

Herrscherin über Einschränkungen sowie Desinfektionsmittel, auch wenn sie aus reichlich regionalem Schnaps hergestellt werden

Gräfin über selbstgemachte Mund-Nasen-Fetzen und Leute ins Homeoffice treibende Contessa der Überflüssigkeit 

Ruggi Ruggi Hoh

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