Thüringen über Sparbudget einig

Vorarlberg / 22.01.2021 • 16:16 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Nach Ostern startet die zweite Ausbauetappe der Faschinastraße (l.). Beim Friedhof St. Anna müssen heuer Sanierungsmaßnahmen durchgeführt werden (r.).<span class="copyright">VN/JS</span>
Nach Ostern startet die zweite Ausbauetappe der Faschinastraße (l.). Beim Friedhof St. Anna müssen heuer Sanierungsmaßnahmen durchgeführt werden (r.).VN/JS

Rund 1,5 Millionen Euro werden in „herausforderndem Jahr“ investiert.

Thüringen Die Gemeindevertretung von Thüringen hat sich am Donnerstagabend einstimmig auf den vorgelegten Budgetentwurf geeinigt. Dieser umfasst Einnahmen und Ausgaben in Höhe von rund 7,6 Millionen Euro und liegt damit rund 650.000 Euro unter jenem des Vorjahres. Bürgermeister Harald Witwer spricht gegenüber den VN von einem „Sparbudget, das einen breiten Konsens gefunden hat“.

Straße, Wasser und mehr

„Wir stehen vor einem herausfordernden Jahr. Aufgrund der aktuellen Lange sind wir zur Sparsamkeit gezwungen und müssen uns bestmöglich einschränken“, führt Witwer weiter aus. Ungeachtet dessen, sollen in der Blumenegg-Gemeinde in diesem Jahr stolze 1,5 Millionen Euro investiert werden. Den größten Brocken stellt die zweite Teilzahlung des laufenden Sanierungsprojekts der Faschinastraße dar. 650.000 Euro sind diesbezüglich heuer von der Gemeinde noch zu berappen. Mit 350.000 Euro schlägt ein weiteres Projekt, das bereits angelaufen ist, zu Buche. Der Wasserverbund mit Thüringerberg soll im Frühjahr fertiggestellt werden und damit ein wichtiger Lückenschluss von Nüziders bis hinauf nach St. Gerold erfolgen. Weitere 110.000 Euro kosten bauliche Adaptierungen des Sportplatzes, wo zum einen ein Ballnetz erneuert und zum anderen ein Teil der Tribüne saniert werden muss. Auch beim Friedhof St. Anna kommt es heuer zu baulichen Tätigkeiten. Rund 80.000 Euro werden in Sanierungsmaßnahmen sowie die Schaffung neuer Urnenwände investiert.

„Vor den großen Einnahmequellen für die Gemeinde, wie die Kommunalsteuer oder die Ertragsanteile, steht heuer leider ein dickes Minus“, merkt Nikolaus Schmid vom Finanzdienstleistungszentrum (FLZ) Blumenegg an. „Im Fall von Thüringen sind es 150.000 Euro an Kommunalsteuer und rund 300.000 Euro Ertragsanteile die abgehen“, gibt der Finanzexperte einen tieferen Einblick in die Materie. Aus diesem Grund bleibe Thüringen, aber auch den anderen Gemeinden heuer praktisch nichts anderes übrig, als sich auf das Notwendige zu beschränken.

Planung für Zukunft

Für das laufende Jahr wird die Gemeinde ein Darlehen von 650.000 Euro aufnehmen. „Im Idealfall werden wir dieses aber nicht ausreizen“, mahnt der Bürgermeister zur Sparsamkeit in allen Bereichen. Ziel sei ein guter Rechnungsabschluss, um die anstehenden Großprojekte stemmen zu können. In diesem Zusammenhang nennt Witwer den Kindergartenneubau als „das Hochbauprojekt der nächsten Jahre“. Diesbezüglich soll heuer die Projektentwicklung weiter vorangetrieben werden, damit es allenfalls im kommenden Jahr zur Projektplanung kommen kann. Mit einem Baustart rechnet der Thüringer Gemeindechef frühestens in zwei Jahren. „Eine Fertigstellung vor 2024 ist aus meiner Sicht unrealistisch. Jetzt gilt es zunächst, das Projekt gut aufzugleisen“, so Witwer.

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