So wird in nenzing der Lift vor der Haustüre erhalten

Vorarlberg / 05.02.2021 • 16:06 Uhr
Leonie steht fast täglich auf den Skiern, auch vom Regenwetter lässt sie sich den Spaß am Skifahren nicht nehmen.
Leonie steht fast täglich auf den Skiern, auch vom Regenwetter lässt sie sich den Spaß am Skifahren nicht nehmen.

Die Geschichte „50 Jahre Skilifte Gurtis“ ist eine mit viel Enthusiasmus der Bevölkerung.

Nenzing „Wenn ich sehe, wie die Gurtiser Kinder voller Begeisterung einen Skitag hier im Ort genießen, lachen und zufrieden sind, dann wissen wir, warum wir uns dafür einsetzen.“ Werner Jussel und Willi Rainer sind Betriebsleiter beziehungsweise Kassier des Wintersportvereins Gurtis und somit verantwortlich für die Skilifte Gurtis. Diese feiern heuer ihr 50-jähriges Jubiläum – sofern in Coronazeiten das Wort „feiern“ überhaupt verwendet werden darf.

Kleine Ausstellung geplant

„Ziel wäre schon, dass wir im Rahmen einer kleinen Ausstellung die Geschichte der Lifte aufzeigen – vielleicht ist das im Herbst ja wieder möglich“, hofft Werner Jussel. Ein wenig aus der Geschichte erzählt er schon jetzt: Bereits im Jahr 1952 wurde auf der benachbarten Bazora, die zu Frastanz gehört, von den Brüdern Linher ein Schlittenlift errichtet, 1954 wurde dort ein Schlepplift gebaut. Durch diesen Bau angeregt, erstellte Arthur Tiefenthaler einen Kleinschlepplift in Gurtis. Nach den guten Erfahrungen wurde 1970 von der Firma Roth­mayer KG der Schlepplift „Pult“ sowie der Kinderlift „Latzerwiese“ errichtet, 1976 folgte der „Schlössle-Lift“ im Bereich „Muggabill“.

Jodeln für die Skikarte

Werner Jussel erinnert sich, dass damals schon – in erster Linie deutsche – Touristen nach Gurtis kamen. Und die Gurtiser Jugend erwies sich als sehr geschäftstüchtig: „Wir Kinder wollten natürlich lieber mit dem Lift fahren, als zu Fuß den Hang rauflaufen. Josef Tiefenthaler konnte gut Jodeln. Und so kam es, dass der Liftbetreiber uns bat, dass Josef jodelte und ich das Lied ,Marina, Marina …‘ sang. Das gefiel den deutschen Gästen und als Belohnung durften wir gratis Ski fahren.“ Um auch auf der Bazora den Lift benutzen zu können, stibitzte Werner Jussel als Kind auch hin und wieder einen Speck aus der Vorratskammer der Familie, um ihn gegen Skikarten einzutauschen.

Ski fahren zum günstigen Preis

Nachdem die Familie Rothmayer die Skilifte im Jahr 1991 verkaufte, unterstützten die Marktgemeinde sowie das Land Vorarlberg den Ankauf, der Verkehrsverein Gurtis sprang als Betreiber ein, um die Lifte zu erhalten. „Nach steuerrechtlichen Veränderungen hat der Wintersportverein Gurtis das Betreiben der Lifte vor drei Jahren übernommen“, erklärt Willi Rainer. Was bleibt, ist, dass es einen enormen Enthusiasmus der Akteure braucht, um die Liftanlagen zu betreiben. „Die Skilifte und das angeschlossene Lift-Stüble, das heuer coronabedingt geschlossen halten muss, sind ein wichtiger Beitrag zur Dorfbelebung. Generationen von Kindern aus Gurtis, aber auch aus dem ganzen Walgau und dem Großraum Feldkirch haben in Gurtis Ski fahren gelernt. Das liegt nicht zuletzt auch an den günstigen Preisen – so ist eine Zwei-Stunden-Karte schon um zwölf Euro für Erwachsene erhältlich, Kinder zahlen dafür neun Euro. „So können Familien günstig Ski fahren.“ Die Skilifte Gurtis sind auch Teil der Skipools Brandnertal/Montafon, Drei Täler sowie der Ländle-Card. EM

Gut eingepackt und maskiert: in Zeiten von Corona auch beim kleinen Lift vor der Haustür ein absolutes Muss.
Gut eingepackt und maskiert: in Zeiten von Corona auch beim kleinen Lift vor der Haustür ein absolutes Muss.
<p class="infozeile">Die Skilifte Gurtis sind für Einheimische ebenso wie für Touristen aufgrund der kurzen Anreise und der familienfreundlichen Angebote reizvoll. Wir sind nicht gewinnorientiert – jedes finanzielle Plus, das wir machen, investieren wir wieder in den Liftbetrieb. <span class="namen">Willi Rainer,</span> Gurtis</p>

Die Skilifte Gurtis sind für Einheimische ebenso wie für Touristen aufgrund der kurzen Anreise und der familienfreundlichen Angebote reizvoll. Wir sind nicht gewinnorientiert – jedes finanzielle Plus, das wir machen, investieren wir wieder in den Liftbetrieb. Willi Rainer, Gurtis

<p class="infozeile">Speziell für Kinder und Familien aus der Region ist es das nächstgelegene Skigebiet. Wir bieten sehr günstige Preise, für Familien ist Skifahren so noch leistbar. Gerade in Coronazeiten hat Gurtis einen zusätzlichen Reiz, weil das Skigebiet nicht überlaufen ist. <span class="namen">Werner Jussel,</span> Gurtis</p>

Speziell für Kinder und Familien aus der Region ist es das nächstgelegene Skigebiet. Wir bieten sehr günstige Preise, für Familien ist Skifahren so noch leistbar. Gerade in Coronazeiten hat Gurtis einen zusätzlichen Reiz, weil das Skigebiet nicht überlaufen ist. Werner Jussel, Gurtis

<p class="infozeile">Als ich vor zwanzig Jahren aus Deutschland hierher gezogen bin, war Gurtis das erste Skigebiet, das ich kennengelernt habe. Meine Kinder haben hier Skifahren gelernt und ich komme heute noch gerne her. Ein dickes Lob an die Betreiber, es ist beeindruckend, was sie leisten. <span class="namen">Anna Schade,</span> Schlins</p>

Als ich vor zwanzig Jahren aus Deutschland hierher gezogen bin, war Gurtis das erste Skigebiet, das ich kennengelernt habe. Meine Kinder haben hier Skifahren gelernt und ich komme heute noch gerne her. Ein dickes Lob an die Betreiber, es ist beeindruckend, was sie leisten. Anna Schade, Schlins

<p class="infozeile">Ich bin in zwanzig Minuten von meinem Zuhause in Nofels hier in Gurtis, das hat schon eine besondere Qualität, die ich sehr schätze. Es ist nicht so hektisch wie in großen Skigebieten und ich freue mich jedes Mal, wenn die Schneelage den Liftbetrieb möglich macht. <span class="namen">Petra Kaiser,</span> Nofels</p>

Ich bin in zwanzig Minuten von meinem Zuhause in Nofels hier in Gurtis, das hat schon eine besondere Qualität, die ich sehr schätze. Es ist nicht so hektisch wie in großen Skigebieten und ich freue mich jedes Mal, wenn die Schneelage den Liftbetrieb möglich macht. Petra Kaiser, Nofels

Gabi Burtscher hat die Technik praktisch im kleinen Finger.<span class="copyright">EM</span>
Gabi Burtscher hat die Technik praktisch im kleinen Finger.EM

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